Delivery Hero

Was hinter der Mega-Strafe steckt! 02.06.2025, 16:23 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Lieferdienst
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Delivery Hero zahlt Millionenstrafe – Glovo-Absprachen rächen sich

Der Berliner Lieferdienst-Riese Delivery Hero muss wegen illegaler Absprachen mit seinem spanischen Konkurrenten Glovo eine satte Strafe von 223,3 Millionen Euro zahlen. Insgesamt beläuft sich die EU-Strafe für beide Unternehmen auf 329 Millionen Euro, davon entfallen rund 106 Millionen Euro auf Glovo. Die EU-Kommission teilte mit, dass beide Firmen zwischen Juli 2018 und Juli 2022 wettbewerbswidrige Vereinbarungen getroffen haben – unter anderem über Preise, Marktaufteilungen und das Verbot, sich gegenseitig Personal abzuwerben. Die Absprachen liefen über verschiedene Kanäle, darunter E-Mails und WhatsApp.

Erstmals Strafe für No-Poach-Abkommen

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte die historische Bedeutung des Falls: „Es ist das erste Mal, dass die Kommission ein No-Poach-Abkommen sanktioniert.“ Diese Praxis beschneide Arbeitnehmerchancen und unterlaufe einen fairen Arbeitsmarkt. Die Brüsseler Behörde hatte bereits 2022 und 2023 unangekündigte Durchsuchungen in den Firmenzentralen in Berlin und Barcelona durchgeführt, um Beweise zu sichern. Die Ermittlungen begannen, als Delivery Hero noch eine Minderheitsbeteiligung an Glovo hielt – bis zur vollständigen Übernahme im Juli 2022.

Strafe fällt niedriger aus als befürchtet

Delivery Hero hatte die Anleger bereits vor einer möglichen Geldbuße von über 400 Millionen Euro gewarnt, doch die tatsächliche Strafe fiel rund 20 % niedriger aus. Laut dem Unternehmen habe die EU-Kommission anerkannt, dass die untersuchten Praktiken zeitweise von geringerer Intensität waren. Die Börse reagierte positiv: Die Aktie stieg um 0,8 % auf 24,56 Euro, während andere Werte im Sektor fielen.

Wettbewerbsverstöße auf europäischem Markt

Die EU-Kommission stellte fest, dass Delivery Hero und Glovo Informationen über Preise und Marktstrategien austauschten, um bestehende Marktüberschneidungen zu beseitigen und neue zu vermeiden. Delivery Heros Minderheitsbeteiligung bot dem Konzern entscheidende Einblicke, die für die Absprachen genutzt wurden. Neben der Marktaufteilung enthielt das Aktionärsabkommen auch Sitzrechte im Glovo-Verwaltungsrat und No-Hire-Klauseln. Solche Praktiken sind der Kommission schon länger ein Dorn im Auge – sie verfolgt Kartellverstöße mit zunehmender Härte, wie auch die jüngsten Razzien bei europäischen Reifenherstellern zeigen.

Bn-Redaktion/ts
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