Deutsche Telekom unter Druck

Warum die Aktie trotz Milliarden-Rückkauf fällt 10.08.2026, 14:45 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Milliarden für den Rückkauf

Die Deutsche Telekom stockt ihr Rückkaufprogramm für 2026 um bis zu 3 Milliarden Euro auf. Insgesamt könnten damit Aktien im Wert von bis zu 5 Milliarden Euro zurückgekauft werden. Die Maßnahme soll unter anderem den Gewinn je Aktie steigern und die aus Sicht des Konzerns günstige Bewertung nutzen.

Für die Aktie ist das grundsätzlich ein wichtiger Stabilisierungsfaktor. Allerdings zeigt die aktuelle Kursreaktion, dass der Rückkauf allein derzeit nicht ausreicht, um den Verkaufsdruck zu verhindern.

Operativ bleibt die Telekom stark

Die jüngsten Quartalszahlen liefern dagegen wenig Anlass zur Sorge. Das bereinigte operative Ergebnis legte deutlich zu und übertraf die Erwartungen. Auch beim freien Cashflow erhöhte der Konzern seine Jahresprognose auf rund 20 Milliarden Euro.

Besonders wichtig bleibt T-Mobile US, das weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum des Konzerns liefert. Vorstandschef Tim Höttges betonte zudem, dass alle Konzernbereiche im ersten Halbjahr gewachsen seien.

Jetzt kommt es auf die Aktie an

Trotz der starken Fundamentaldaten bleibt die Kursentwicklung kurzfristig entscheidend. Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Woche setzt nun eine Gegenbewegung ein.

Positiv ist, dass mehrere Analysten weiterhin von weiterem Potenzial ausgehen. Barclays bestätigte am Montag seine Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 35 Euro. Damit bleibt die Telekom trotz des aktuellen Rücksetzers grundsätzlich interessant.

Der wichtigste Faktor für die kommenden Wochen dürfte jedoch sein, ob die Aktie nach der jüngsten Schwäche wieder nach oben dreht. Der milliardenschwere Rückkauf bietet dabei einen möglichen stabilisierenden Faktor – eine Garantie für steigende Kurse ist er allerdings nicht.

Bn-Redaktion/js
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