Erwartungen enttäuscht

Rheinmetalls Rekorde reichen nicht?! 11.03.2026, 10:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rheinmetall
© Symbolbild von Rheinmetall
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Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.508,30 EUR +0,15 % Baader Bank
Airbus 173,63 EUR +1,12 % Lang & Schwarz

Rekordaufträge treiben Wachstum im Rüstungsgeschäft

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall profitiert zunehmend von steigenden Verteidigungsausgaben in Europa. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro. Diese Prognose liegt allerdings unter den Erwartungen vieler Analysten. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern 9,9 Milliarden Euro Umsatz, während sich politische Zusagen für höhere Militärbudgets erst langsam in konkreten Aufträgen für die Industrie niederschlagen.

Deutlich steigende Profitabilität

Trotz des vorsichtigen Ausblicks konnte Rheinmetall seine Profitabilität deutlich steigern. Die operative Marge kletterte auf 18,5 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch bei 15,2 Prozent gelegen hatte. Besonders stark entwickelte sich der Auftragseingang: Der Auftragsbestand erreichte mit 63,8 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, was einem Anstieg um 16,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Nachfrage nach Munition, gepanzerten Fahrzeugen und moderner Militärtechnik.

Strategische Neuausrichtung durch Verkauf der Zivilsparte

Bereits im Dezember passte Rheinmetall seine Prognosen an. Hintergrund ist der geplante Verkauf des zivilen Geschäftsbereichs Power Systems zu Beginn dieses Jahres. Dadurch werden die Zahlen dieser Sparte künftig als eingestellte Geschäftsbereiche für 2025 ausgewiesen. Mit diesem Schritt konzentriert sich der Konzern stärker auf sein Kerngeschäft im Verteidigungssektor. An der Börse honorierten Anleger die strategische Ausrichtung: Die Aktie legte seit Jahresbeginn um 5,89 Prozent zu, während europäische Rüstungswerte insgesamt stark gefragt sind.

Satellitenprojekt für die Bundeswehr geplant

Parallel baut Rheinmetall neue Kompetenzen im Weltraumbereich auf. Gemeinsam mit Airbus Defence and Space und dem Satellitenhersteller OHB wird ein Angebot für das Großprojekt SATCOM Bw Stage 4 vorbereitet. Ziel ist der Aufbau eines unabhängigen Kommunikationsnetzes im niedrigen Erdorbit. Die Bundeswehr plant, mindestens 100 kleine Satelliten bis 2029 zu starten. Das milliardenschwere Vorhaben gehört zu den größten Beschaffungsprojekten der Bundesregierung in diesem Jahr.

Europas Weg zu mehr militärischer Unabhängigkeit

Mit dem Satellitennetz soll eine sichere digitale Kommunikation zwischen Panzern, Kampfjets, Drohnen, Kriegsschiffen und Soldaten am Boden ermöglicht werden. Das System orientiert sich technisch am Starlink-Netzwerk von Elon Musk, fällt jedoch deutlich kleiner aus. Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte die strategische Bedeutung: „Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen.“ Zudem warnte er vor Abhängigkeiten von anderen Staaten und sprach von einem möglichen Risiko der „Erpressbarkeit“ bei der Satellitenkommunikation.

Bn-Redaktion/ts
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