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Frasers greift nach der Mehrheit

Bei Hugo Boss fehlen nur wenige Prozentpunkte 18.08.2026, 16:35 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Frasers greift nach der Mehrheit: Bei Hugo Boss fehlen nur wenige Prozentpunkte
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© HUGO BOSS AG
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Hugo Boss 38,02 EUR -0,21 % Baader Bank
Frasers Group 9,55 EUR +1,60 % L&S Exchange

Frasers kommt auf 47,89 Prozent

Nach Ablauf der zusätzlichen Annahmefrist am 13. August 2026 hält die Frasers Group insgesamt 33.054.959 HUGO BOSS Aktien. Das entspricht rund 47,89 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte. Im Rahmen des Übernahmeangebots wurden 12.157.598 Aktien angedient, was rund 17,62 Prozent entspricht. Nach Ende der ersten Annahmefrist drei Wochen zuvor hatte Frasers erst 37,6 Prozent gehalten. Die britische Handelsgruppe bleibt damit unter der Schwelle von 50 Prozent und hat die angestrebte Mehrheit zunächst verfehlt.

Angebot von 38 Euro überzeugte nicht alle

Frasers hatte 38 Euro je Hugo-Boss-Aktie geboten und damit nur wenig mehr als den damaligen Börsenkurs. Der Vorstand von Hugo Boss hatte die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen. Dennoch konnte Frasers mit dem freiwilligen Angebot die wichtige Marke von 30 Prozent überschreiten, ohne anschließend ein voraussichtlich teureres Pflichtangebot vorlegen zu müssen. Die Europäische Kommission hatte die Transaktion bereits am 27. Juli 2026 fusionskontrollrechtlich freigegeben.

Mehrheitsübernahme bleibt möglich

Trotz des verfehlten Ziels ist eine spätere Kontrolle über den MDAX-Konzern nicht ausgeschlossen. Frasers könnte weitere Hugo-Boss-Aktien über den Markt erwerben und seinen Anteil dadurch auf mehr als 50 Prozent erhöhen. Werden außerhalb des Marktes Aktien zu einem höheren Preis als den angebotenen 38 Euro gekauft, könnte dieser höhere Preis allerdings auch für Anleger relevant werden, die das ursprüngliche Angebot angenommen haben. Zweitgrößter Aktionär bleibt die italienische Unternehmerfamilie Marzotto mit 14,4 Prozent.

Hugo Boss setzt Strategie fort

Hugo Boss erklärte, die Ergebnisse des Angebots zur Kenntnis zu nehmen. Aufsichtsratschef Stephan Sturm begrüßte das „anhaltende, langfristige Engagement der Frasers Group für HUGO BOSS“ und stellte eine konstruktive Zusammenarbeit in Aussicht. Vorstandschef Daniel Grieder betonte ebenfalls die Unterstützung für die langfristige strategische Ausrichtung. Der Konzern will die im Dezember 2025 vorgestellte Strategie CLAIM 5 TOUCHDOWN bis 2028 weiter umsetzen.

Gewinne brechen deutlich ein

Der Konzernumbau und die schwache Konsumstimmung in Europa belasteten zuletzt die Ergebnisse. Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 905 Millionen Euro. Der Gewinn brach um 32 Prozent auf 34 Millionen Euro ein. Hugo Boss beschäftigt weltweit 20.000 Menschen, davon mehr als 4.400 in Deutschland. Die Hugo-Boss-Aktie notierte bei 38,01 Euro und verlor 0,13 Prozent. Die Frasers Group Aktie lag bei 9,60 Euro und gewann 2,13 Prozent.

Bn-Redaktion/ar
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