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Gold steigt 10 Prozent

Doch jetzt wächst der Druck auf die Rally 18.08.2026, 13:56 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
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Gold 4.393,77 USD -0,56 % Ariva Indikation

Gold fällt wieder unter 4.400 Dollar

Nach der kräftigen Erholung der vergangenen Wochen gerät Gold am Dienstag zunächst unter Druck. Der Goldpreis fiel zeitweise unter 4.400 Dollar je Feinunze und notierte bei rund 4.389 Dollar, umgerechnet rund 3.792 Euro. New Yorker Gold-Futures verloren am Vormittag etwa 0,5 % und wurden bei rund 4.450 Dollar, umgerechnet rund 3.845 Euro, gehandelt. Trotz des Rücksetzers steht für den August weiterhin ein Plus von rund 10 % zu Buche.

Anleiherenditen werden zum Belastungsfaktor

Gegenwind kommt vor allem vom Anleihemarkt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf rund 4,74 %, während 30-jährige US-Treasuries den höchsten Stand seit 2007 erreichten. Für Gold ist diese Entwicklung problematisch, weil das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft. Steigen die Renditen sicherer Staatsanleihen, erhöhen sich die Opportunitätskosten einer Goldanlage. Gleichzeitig sorgen höhere Ölpreise für neue Inflationsrisiken und zusätzlichen Druck auf die Zinserwartungen.

Investoren kehren zu Gold zurück

Trotz dieser Belastungen bleibt die Nachfrage bemerkenswert robust. Unterstützt wird Gold durch eine wieder stärkere Anlegernachfrage und anhaltende Käufe von Zentralbanken, insbesondere aus China. Zudem zeigt eine aktuelle Umfrage der Bank of America einen deutlichen Stimmungswechsel. Netto 16 % der befragten Fondsmanager halten Gold inzwischen für unterbewertet. Im Juli waren es lediglich 6 %. Der aktuelle Wert ist der höchste seit März 2023.

Abstand zum Januar-Rekord bleibt groß

Die jüngste Rally relativiert sich allerdings beim Blick auf das bisherige Börsenjahr. Gold hatte im Januar zeitweise mehr als 5.300 Dollar je Feinunze, umgerechnet rund 4.579 Euro, erreicht. Der Abverkauf danach führte den Preis zeitweise wieder deutlich in Richtung 4.000 Dollar, umgerechnet rund 3.456 Euro. Allein im vergangenen Monat hat Gold jedoch wieder rund 9,5 % gewonnen. Gegenüber dem Vorjahresniveau beträgt das Plus mehr als 32 %.

Fed entscheidet über die nächste Gold-Bewegung

Damit rückt die Federal Reserve stärker in den Mittelpunkt. Schwächere US-Konjunkturdaten haben zuletzt die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen gedämpft und damit auch den Dollar belastet. Ein schwächerer Dollar kann Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger machen. Bleiben weitere Zinserhöhungen aus, könnte das dem Edelmetall Unterstützung geben. Steigen dagegen die Anleiherenditen weiter, dürfte die Rally stärker unter Druck geraten. Nach einem Monatsplus von rund 10 % treffen beim Goldpreis damit derzeit ungewöhnlich starke Aufwärtskräfte auf ebenso deutliche Zinsrisiken.

Bn-Redaktion/tb
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