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Fresenius schießt an die DAX-Spitze

Das steckt hinter dem Kurssprung 08.09.2026, 15:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Fresenius
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Foto von Testalize.me auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Fresenius 44,61 EUR +3,06 % Lang & Schwarz

Fresenius beendet lange Verlustserie

Mit dem heutigen Kursanstieg gelingt Fresenius eine deutliche Gegenbewegung. Nach acht Verlusttagen in Folge greifen Anleger wieder zu und treiben die Aktie zeitweise auf 45,20 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von rund 4,4 %. Gleichzeitig bleibt noch Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 51,53 Euro. Von diesem Niveau liegt das Papier aktuell etwa 12 % entfernt. Im schwächeren DAX-Umfeld fällt die relative Stärke besonders deutlich auf.

UBS sieht Sorgen als übertrieben an

Ein wesentlicher Auslöser für die Erholung ist eine positive Einschätzung der UBS. Die Großbank bestätigt ihre Einstufung „Buy“ und nennt weiterhin ein Kursziel von 56 Euro. Damit ergibt sich gegenüber dem aktuellen Kurs rechnerisch noch deutliches Aufwärtspotenzial. Im Mittelpunkt stehen zuletzt aufgekommene Sorgen um das US-Geschäft mit dem Biosimilar Tyenne. Diese hält der zuständige Analyst für deutlich überzogen.

Tyenne-Risiko soll überschaubar bleiben

Nach Einschätzung der UBS dürften mögliche Belastungen durch Tyenne nur geringe Auswirkungen auf das operative Konzernergebnis haben. Der Effekt wird auf lediglich rund 0,3 % geschätzt, möglicherweise sogar weniger. Gerade nach der jüngsten Verlustserie sieht die Bank deshalb eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Zudem wird Fresenius aufgrund seines defensiven Geschäftsmodells weiterhin als einer der bevorzugten Werte innerhalb des europäischen Gesundheitssektors eingestuft.

Operatives Geschäft liefert Rückenwind

Auch die jüngsten Geschäftszahlen stützen die positive Einschätzung. Fresenius erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 5,864 Milliarden Euro und damit ein organisches Wachstum von 6 %. Das Konzern-EBIT stieg währungsbereinigt um 10 % auf 719 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich um 60 Basispunkte auf 12,3 %. Beim Kern-Ergebnis je Aktie erreichte Fresenius ein währungsbereinigtes Wachstum von 14 % auf 0,83 Euro.

Jahresprognose wurde bereits angehoben

Nach der starken Entwicklung im zweiten Quartal hatte Fresenius auch die Prognose für 2026 erhöht. Das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie soll nun zwischen 10 und 15 % liegen. Zuvor waren lediglich 5 bis 10 % erwartet worden. Für die Aktie dürfte nun entscheidend sein, ob der heutige Sprung mehr als eine technische Gegenbewegung nach acht schwachen Handelstagen darstellt und Fresenius wieder Kurs auf das 52-Wochen-Hoch nehmen kann.

Bn-Redaktion/tb
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