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VW mit riesigen Sparmaßnahmen 10.03.2026, 10:47 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Sinkende Margen zwingen zum radikalen Sparkurs

Der Volkswagen-Konzern verschärft seinen Sparkurs, um die Profitabilität in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren. Europas größter Autobauer erwartet für das laufende Jahr nur noch eine operative Rendite zwischen 4 % und 5,5 % – und damit am unteren Ende der Analystenschätzungen. Steigende Kosten für Elektroautos, intensiver Wettbewerb sowie Handelskonflikte setzen den Konzern zunehmend unter Druck. Gleichzeitig läuft bereits ein massiver Umbau: Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen rund 50.000 Stellen abgebaut werden, während interne Strukturen effizienter werden sollen.

Mehr Synergien im Konzern als Schlüsselstrategie

Finanzchef Arno Antlitz sieht vor allem im Konzern selbst weiteres Sparpotenzial. Ziel sei es, Doppelstrukturen zu reduzieren und Abläufe zu vereinfachen. „Der nächste Schritt sollte sein, noch stärker auf Synergien im Konzern zu setzen und die Komplexität zu reduzieren“, erklärte er. Hintergrund ist ein zunehmend intensiver Wettbewerb, insbesondere auf dem europäischen Markt. Gleichzeitig kämpft Volkswagen mit schwächerer Nachfrage und einem unberechenbaren Übergang zur Elektromobilität. Während China weiterhin der wichtigste Absatzmarkt bleibt, wächst dort der Druck durch schnell agierende lokale Hersteller.

Gewinneinbruch und gekürzte Dividende

Die wirtschaftlichen Belastungen spiegeln sich bereits deutlich in den Geschäftszahlen wider. Der bereinigte operative Gewinn sank 2025 um 54 % auf 8,9 Milliarden Euro. Hauptursache waren Wertberichtigungen und Kosten beim Sportwagenhersteller Porsche, dessen Margen nahezu stagnierten. Zusätzlich belasteten US-Zölle das Ergebnis. Trotz der angespannten Lage konnte der Konzern zuletzt einen überraschend starken Automotive-Cashflow melden, nachdem mehrere Projekte verschoben und Investitionen im Zuge einer überarbeiteten Elektrostrategie reduziert wurden. Für 2025 schlägt Volkswagen zudem eine Dividende von 5,26 Euro je Aktie vor – eine Kürzung um 17 %.

Neue Einnahmequellen jenseits des Autos

Parallel erweitert Volkswagen seine Batterieaktivitäten über Elektroautos hinaus. Der Konzern steigt stärker in stationäre Energiespeicher und Stromhandel ein. Eine erste große Anlage kann Strom für bis zu 20.000 Haushalte für etwa zwei Stunden bereitstellen. Sie ist direkt mit dem Stromnetz verbunden und ermöglicht zusätzlich den Handel an der europäischen Strombörse EPEX SPOT. Die eingesetzten Batteriezellen stammen aus der eigenen Batteriesparte PowerCo, die ursprünglich eine deutlich größere Expansion geplant hatte.

Batteriegeschäft wird strategisch neu ausgerichtet

Der Ausbau der Batterieproduktion wird inzwischen vorsichtiger vorangetrieben. Seit der Gründung der Batteriesparte im Jahr 2022 wurde die geplante Produktionskapazität eines wichtigen Werks auf 20 Gigawattstunden jährlich halbiert. Ursprünglich hatte Volkswagen Kapazitäten für Batterien angestrebt, die bis zu 3 Millionen Elektroautos pro Jahr bis 2030 versorgen könnten. Da sich das Wachstum bei Elektroautos langsamer entwickelt als erwartet, sucht der Konzern neue Geschäftsmodelle rund um Energiespeicherung und digitale Strommärkte. Konzernchef Oliver Blume betonte: „Energiespeicherung und Energiehandel sind ein neues strategisches Geschäftsfeld mit starkem Wachstumspotenzial.“

Bn-Redaktion/ts
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