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Gewinnmitnahmen

Telekom unter Druck nach Orange-Abstufung 18.09.2026, 11:18 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Telekom 27,14 EUR -4,01 % Lang & Schwarz

Die Aktie der Deutschen Telekom steht am Freitag deutlich unter Druck. Zum aktuellen Kurs von 27,33 Euro bedeutet das ein Minus von rund 3,3 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 28,27 Euro. Auslöser ist eine Analystenabstufung für den französischen Konzern Orange, die im gesamten europäischen Telekommunikationssektor Gewinnmitnahmen ausgelöst hat.

Morgan Stanley stuft Orange auf Underweight herab

Am Freitag hat Morgan Stanley das Votum für Orange auf „Underweight" gesenkt. Die Analysten der US-Bank begründen dies mit mehrseitigem Gegenwind: Politische Unsicherheiten in Frankreich könnten das Gewinnwachstum des Konzerns verlangsamen. Hinzu komme zunehmender Wettbewerb in Spanien sowie eine steigende Verschuldung. Das neue Kursziel von 15 Euro liegt laut dieser Einschätzung unter den Zielmarken anderer Analysten für Orange – dies stellt keine redaktionelle Empfehlung dar.

Die Experten von Morgan Stanley gehen davon aus, dass mehrere kursbeeinflussende Ereignisse bei Orange bereits abgehakt seien: die Branchenkonsolidierung in Frankreich, der Erwerb der verbleibenden Anteile am Spanien-Ableger MasOrange sowie der Kapitalmarkttag mit der Vorstellung einer Langfriststrategie im Februar 2026.

Rote Zahlen im gesamten Telekommunikationssektor

Orange selbst gab in Paris um rund 4,2 Prozent nach. Der Kursdruck breitete sich auf weitere europäische Telekommunikationswerte aus: BT Group und Vodafone büßten in London bis zu 3,1 Prozent ein. Der europäische Telekommunikationssektorindex, der am Donnerstag mit knapp 296 Punkten das höchste Niveau seit Ende Juni markiert hatte, gab entsprechend nach.

Community: Gelassenheit trotz Kursdelle

Im BörsenNEWS-Community-Forum zeigen sich erfahrene Telekom-Anleger angesichts des Kursrückgangs vergleichsweise gelassen. Als erschwerender Faktor gilt der heutige große Verfallstag an den Terminbörsen, der ohnehin für erhöhte Volatilität sorgt.

Das Jahrestief war 23,54 Euro – da sind wir noch weit davon weg, wir kommen wieder hoch.

Bn-Redaktion/sb
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