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Hexensabbat

DAX verliert am großen Verfallstag 18.09.2026, 10:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
DAX 25.539,97 PKT -0,43 % Ariva Indikation

Der DAX notiert am Freitagvormittag mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 25.560 Punkten. Der verhaltene Handelsauftakt ist vor allem dem vierfachen Verfallstag an den Terminbörsen geschuldet, der am Mittag seinen Höhepunkt erreicht.

Hexensabbat: vierfacher Verfall sorgt für Bewegung

Einmal im Quartal laufen an einem sogenannten großen Verfallstag – auch Hexensabbat genannt – Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien gleichzeitig aus. Heute verfallen die Kontrakte auf den EuroStoxx 50 um 12 Uhr an der Eurex, während die Abrechnung der DAX-Futures und -Optionen in der Mittagsauktion um 13 Uhr stattfindet. Erfahrungsgemäß versuchen größere Fonds und Vermögensverwalter im Vorfeld, Kurse in Richtung ihrer offenen Derivatepositionen zu bewegen. Das könnte zu stärkeren Kursschwankungen als gewöhnlich führen.

Fed und geopolitische Risiken als Belastung

Neben dem technischen Effekt des Verfalltags belasten weitere Faktoren die Marktstimmung. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwoch ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen. An den Märkten wird nun diskutiert, wie weit der restriktive Zinszyklus gehen könnte. Auch Spannungen im Nahen Osten sowie Unsicherheiten bei der Öl- und Gasversorgung dämpfen die Risikobereitschaft. Der Ölpreis gab über Nacht zwar etwas nach, notiert für Brent aber weiterhin über 103 US-Dollar je Barrel. Die japanische Notenbank erhöhte ihren Leitzins wie erwartet weiter, was den Yen kurzfristig schwächte und Japans Aktienmärkte stützte.

Ist das momentan nicht ein ziemlicher Gamble, was Trump am Wochenende oder am Dienstag entscheidet? Also entweder weiter Krieg oder irgendeinen Deal.

DAX-Werte im Blick

An der Spitze des deutschen Leitindex liegt Infineon mit einem Kursplus von rund 3,4 Prozent, nachdem die Investmentbank Oddo BHF den Halbleiterwert auf „Outperform" hochgestuft hatte. Schlusslicht ist die Deutsche Telekom mit einem Minus von 3,4 Prozent – ein negatives Analystenurteil zum französischen Wettbewerber Orange belastete den gesamten europäischen Telekommunikationssektor. Renk legte um 2,4 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs die Aktien des Rüstungszulieferers auf „Buy" angehoben hatte. Auf Wochensicht steuert der DAX trotz des schwächeren Freitagsauftakts auf eine knapp positive Bilanz zu.

Bn-Redaktion/sb
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