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Gold bleibt gefragt

Doch die Risiken steigen 03.08.2026, 12:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
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Gold 4.037,85 USD -0,45 % Lang & Schwarz

Gold startet fester in die Woche

Die New Yorker Gold-Futures stiegen im frühen europäischen Handel um 0,2 Prozent auf 4.113,92 US-Dollar je Feinunze, umgerechnet ungefähr 3.569 Euro. Der Spotpreis legte im asiatischen Handel um 0,4 Prozent auf 4.058,79 US-Dollar zu, umgerechnet rund 3.521 Euro. Damit setzte sich Gold von den jüngsten Tiefständen ab. Die Bewegung blieb jedoch überschaubar und deutet bislang eher auf eine technische Erholung als auf einen neuen starken Aufwärtstrend hin.

Ölpreis fällt deutlich zurück

Gleichzeitig sank der Ölpreis kräftig. Brent-Rohöl fiel bis auf rund 83 US-Dollar je Barrel, umgerechnet ungefähr 72 Euro. Hintergrund waren neue Hoffnungen auf diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Ein niedrigerer Ölpreis kann den Inflationsdruck reduzieren und damit Erwartungen an weitere Zinserhöhungen abschwächen. Diese Aussicht stützt Gold, obwohl eine geopolitische Entspannung normalerweise die Nachfrage nach sicheren Anlagen begrenzen kann.

Schwächerer Dollar hilft dem Goldpreis

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Edelmetall vom US-Dollar. Der Dollarindex sank leicht auf 99,79 Punkte. Da Gold weltweit überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, verbilligt ein schwächerer Dollar den Kauf für Investoren aus anderen Währungsräumen. Auch die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel auf 4,687 Prozent. Sinkende Renditen verringern die Opportunitätskosten von Gold, da das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft.

Abstand zum Jahreshoch bleibt groß

Trotz der aktuellen Erholung liegt der Goldpreis deutlich unter seinem bisherigen Jahreshoch. Dieses wurde 2026 auf Schlusskursbasis bei 5.261,44 US-Dollar erreicht, umgerechnet ungefähr 4.566,93 Euro. Das Jahrestief liegt bei 3.978,93 US-Dollar, umgerechnet rund 3.453,31 Euro. Seit Jahresbeginn beträgt die Entwicklung bislang minus 22,93 Prozent. Die große Spanne zeigt, wie stark Gold derzeit auf Zinsen, Währungen und geopolitische Nachrichten reagiert.

US-Daten geben die Richtung vor

Für den weiteren Verlauf dürften vor allem neue US-Konjunkturdaten entscheidend sein. Im Fokus stehen Signale vom Arbeitsmarkt, die Entwicklung des US-Dollars und die Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Starke Wirtschaftsdaten könnten Erwartungen an höhere Zinsen stärken und Gold belasten. Schwächere Zahlen würden dagegen die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik erhöhen. Kurzfristig bleibt der Goldpreis damit zwischen geopolitischer Entspannung und geldpolitischer Unsicherheit gefangen.

Bn-Redaktion/tb
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