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Gold Schock

Citi warnt, JP Morgan optimistisch 10.06.2026, 19:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Stapel Goldbarren
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild: iStock.com/alfexe
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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.042,99 USD -0,93 % Lang & Schwarz

Tiefster Stand seit März

Am Mittwoch fiel Gold in London auf 3.581 Euro je Feinunze und damit um rund zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Zeitweise notierte XAU/USD sogar bei rund 3.549 Euro, nahe einem Elf Wochen Tief. Noch tiefer hatte der Goldpreis zuletzt am 23. März gestanden. Seit Mitte Mai nimmt der Verkaufsdruck zu, in den vergangenen Tagen beschleunigte sich die Abwärtsbewegung spürbar.

Zinsen setzen Gold unter Druck

Hauptgrund sind Spekulationen auf Zinserhöhungen großer Notenbanken. Höhere Renditen bei US Staatsanleihen und anderen Staatsanleihen machen Gold weniger attraktiv, weil das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft. Ein robuster Arbeitsmarktbericht der US Regierung verstärkte die Erwartung, dass die Fed ihren Kurs verschärfen könnte. Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies zudem auf einen "kräftigen Abfluss" aus physisch besicherten Gold Wertpapieren.

Citi sieht hohes Risiko

Besonders deutlich warnt die Citigroup. Die Bank hält bis September einen Rückgang auf rund 3.010 Euro je Feinunze für möglich. Citi senkte das Dreimonatsziel von etwa 3.698 Euro auf 3.440 Euro. Die Analysten schreiben, "Die kurzfristige Risikoverteilung erscheint daher negativ". Gold stelle derzeit "ein extrem hohes Risiko" dar, vor allem für Anleger ohne langen Anlagehorizont und große Stopps. Auch Silber geriet zuletzt unter Druck.

Inflation und Iran belasten

Die US Inflation stieg im Mai auf 4,2 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit April 2023. Die Kerninflation lag bei 2,9 Prozent. Zugleich verschärfte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Sorgen um Energiepreise und die Straße von Hormus. Donald Trump erklärte auf Truth Social, der Iran habe „zu lange gebraucht, um einen Deal auszuhandeln, der für sie großartig gewesen wäre“ und müsse nun „den Preis zahlen“. Ein stärkerer US Dollar belastet zusätzlich in Dollar gehandelte Goldanlagen.

JP Morgan bleibt optimistisch

Langfristig bleibt die Lage umstritten. JP Morgan sieht Gold bis Ende 2026 bei rund 5.160 Euro und bis Ende 2027 bei 5.418 Euro je Feinunze. Die durchschnittliche Prognose für 2026 wurde jedoch von 4.910 Euro auf 4.509 Euro gesenkt. Stützen bleiben Zentralbankkäufe, hohe Staatsschulden, geopolitische Risiken und Zweifel an Reservewährungen. Gold, Gold ETFs, Silber, Kupfer, Staatsanleihen, Bargeld und Aktien aus KI Infrastruktur konkurrieren damit stärker um Kapital.

Bn-Redaktion/tb
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