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Goldpreis über 4.300 Dollar

Kommt jetzt der nächste große Ausbruch? 06.08.2026, 10:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Gold
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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.274,78 USD +0,64 % Lang & Schwarz

Schwache Konjunkturdaten treiben Gold an

Den stärksten Impuls lieferte der ADP-Arbeitsmarktbericht. Im Juli entstanden in der US-Privatwirtschaft lediglich 44.000 neue Stellen und damit deutlich weniger als von Volkswirten erwartet. Die Folge: Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen gingen zurück und der US-Dollar verlor an Stärke.

Für Gold ist das ein ideales Umfeld. Da das Edelmetall keine laufenden Zinsen abwirft, steigt seine Attraktivität immer dann, wenn Anleihen geringere Renditen bieten und der Dollar nachgibt.

Fed-Zinsen bleiben der entscheidende Faktor

Parallel haben sich auch die Erwartungen an die Geldpolitik verändert. Laut CME FedWatch ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September zuletzt spürbar gesunken. Gleichzeitig herrscht innerhalb der US-Notenbank Uneinigkeit über den weiteren Kurs, nachdem mehrere Mitglieder zuletzt unterschiedliche Positionen vertreten haben.

Sollten die offiziellen Arbeitsmarktdaten die Konjunkturabkühlung bestätigen, könnten Anleger verstärkt auf sinkende Zinsen setzen – ein Szenario, das Gold zusätzlich Rückenwind verleihen würde.

Zentralbanken bleiben starke Käufer

Neben den kurzfristigen Konjunkturdaten profitiert Gold weiterhin von einer robusten strukturellen Nachfrage. Zentralbanken bauen ihre Goldreserven weiter aus, während auch ETF-Zuflüsse insbesondere aus China hoch bleiben.

Hinzu kommen geopolitische Risiken im Nahen Osten. Zwar sorgen Hoffnungen auf eine Entspannung rund um die Straße von Hormus für niedrigere Ölpreise, die Lage bleibt jedoch angespannt. Solche Unsicherheiten erhöhen traditionell die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold.

Entscheidung fällt mit den US-Arbeitsmarktdaten

Nach dem Sprung über 4.300 Dollar dürfte nun der offizielle US-Arbeitsmarktbericht den Takt vorgeben. Bestätigt er die schwachen Signale des ADP-Berichts, könnte Gold seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Fallen die Daten dagegen robuster aus, wären steigende Renditen und eine erneute Konsolidierung beim Edelmetall möglich. Für Anleger bleibt der Arbeitsmarktbericht damit das entscheidende Ereignis der kommenden Tage.

Bn-Redaktion/js
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