Harte Zeiten im Stahlgeschäft

Thyssenkrupp senkt Prognose, Jobs in Gefahr 14.08.2025, 12:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Harte Zeiten im Stahlgeschäft: Thyssenkrupp senkt Prognose, Jobs in Gefahr
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ThyssenKrupp 10,49 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Prognosesenkung und Investitionskürzungen

Thyssenkrupp erwartet nun für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz zwischen 32 und 34 Milliarden EUR, zuvor waren es 34 bis 36 Milliarden EUR. Gleichzeitig werden die Investitionen um 15 % gekürzt, auf rund 1,35 Milliarden EUR. CEO Miguel Angel Lopez Borrego begründet diesen Schritt mit der „deutlich verschlechterten Marktlage“ und der Notwendigkeit, Liquidität zu sichern.

US-Zölle treffen Stahlgeschäft

Besonders das Stahlsegment leidet unter den von der US-Regierung verhängten 15-%-Zöllen auf importierten Stahl aus der EU. Die USA zählen zu den profitableren Exportmärkten für Thyssenkrupp, und der Zollaufschlag drückt die Wettbewerbsfähigkeit deutlich. Analysten schätzen, dass allein dadurch der EBIT-Beitrag des Segments um bis zu 120 Millionen EUR sinken könnte.

Preisdruck und Nachfrageschwäche

Die globale Stahlbranche sieht sich gleichzeitig mit einem Überangebot und rückläufigen Bau- sowie Automobilaufträgen konfrontiert. Die Preise für Warmbandstahl in Europa liegen laut Branchenverband Worldsteel aktuell bei rund 620 EUR pro Tonne, etwa 12 % unter dem Vorjahreswert. Das drückt die Margen zusätzlich.

Marine-Sparte im Fokus

Während das Marinegeschäft durch neue U-Boot-Aufträge für die Bundeswehr und Exportkunden grundsätzlich solide läuft, sorgen Projektverzögerungen und Kostensteigerungen für Ergebnisrisiken. Dennoch bleibt dieser Bereich einer der wenigen Wachstumsträger im Konzernportfolio.

Stellenabbau als Sparmaßnahme

Um Kosten zu senken, plant Thyssenkrupp den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen weltweit, verteilt auf mehrere Jahre. Ziel ist es, die jährlichen Fixkosten um etwa 600 Millionen EUR zu senken. Gewerkschaften kritisieren die Maßnahme scharf, da sie strukturelle Probleme nicht löse.

Ausblick bleibt unsicher

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT zwischen 200 und 400 Millionen EUR. Ob diese Spanne gehalten werden kann, hängt stark von der Stahlpreisentwicklung und den Exportmöglichkeiten außerhalb der USA ab.

Community-Stimmung

Im boersennews.de-Forum überwiegt Skepsis. Einige Anleger sehen die Aktie auf „Sparflamme“ und erwarten kurzfristig keine Kurserholung. Optimisten hoffen, dass die Marine-Sparte und mögliche politische Entspannung mit den USA wieder für Aufwind sorgen könnten.

Bn-Redaktion/pl
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