Infrastruktur-Engpasss

KI-Boom gestoppt? Leere Rechenzentren warten jahrelang auf Strom 10.11.2025, 16:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Rechenzentrum
© Bild von tstokes von Pixabay
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Digital Realty Trust 188,47 USD -0,02 % Nasdaq

KI-Hunger überfordert die Netze
Die Nachfrage nach Rechenzentren hat durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz historische Höchststände erreicht. Das Problem dabei: Die Leistungsdichte von KI-Rechenzentren ist bis zu zehnmal höher als die traditioneller Anlagen. Dies hat zu einem exponentiellen Anstieg des Strombedarfs geführt, der die Ausbaukapazitäten der Energieversorger überfordert. Prognosen zeigen, dass sich der Strombedarf durch KI in den USA bis 2035 voraussichtlich mehr als verdoppeln wird.

Jahrelange Wartezeiten
Die Projekte von Digital Realty Trust und Stack Infrastructure stehen beispielhaft für die Krise. Obwohl der Bau der Anlagen in Santa Clara bereits vor Jahren begann, warten sie auf die volle Energieversorgung. Der örtliche Versorger, Silicon Valley Power, arbeitet an einem massiven System-Upgrade, das voraussichtlich jedoch erst im Jahr 2028 abgeschlossen sein wird.

Experten bestätigen, dass Wartezeiten von drei bis sieben Jahren für den Netzanschluss großer Rechenzentren in hoch frequentierten Regionen wie Silicon Valley und Northern Virginia zur Norm geworden sind.

Der strategische Nachteil
Der Engpass zwingt Entwickler, massiv in Regionen auszuweichen, in denen die Stromkosten niedriger und die Kapazitäten verfügbarer sind, wie etwa Texas oder New Mexico. Diese Dezentralisierung ist jedoch für bestimmte Anwendungsfälle, wie etwa Hochfrequenzhandel oder autonome Fahrzeuge, die eine ultraschnelle Informationsverarbeitung benötigen, problematisch.

Das Problem des Strommangels ist somit nicht nur ein US-Phänomen, sondern eine globale Herausforderung: In einigen Regionen der USA werden bereits keine neuen Anträge für Stromanschlüsse von Rechenzentren mehr angenommen, und selbst der Tech-Gigant Amazon.com Inc. hatte Probleme, genügend Energie für seine Rechenzentren in Oregon zu sichern.

Das Wettrennen gegen die Zeit
Analysten betonen, dass es nicht mehr nur darum geht, Kapital zu beschaffen, sondern sich frühzeitig Land und Stromkapazitäten zu sichern. Die Bauzeiten von Rechenzentren sind oft kürzer als die Zeit, die für den Ausbau der Stromnetze benötigt wird. Diese "Zeitfalle" gefährdet das Wachstum der KI-Branche und erfordert massive Investitionen nicht nur in die KI selbst, sondern in die gesamte zugrundeliegende Energieinfrastruktur.

Bn-Redaktion/js
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