Commerzbank-Absage an Unicredit

Offizielles „Nein“ zum Angebot – doch die Italiener bauen ihre Position weiter aus 18.05.2026, 17:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Commerzbank
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Name Aktuell Diff. Börse
Commerzbank 35,99 EUR -0,66 % Baader Bank
UniCredit 71,49 EUR +0,37 % Lang & Schwarz

Drei harte Argumente gegen die "Mailand-Mogelpackung"
In einem eindringlichen Brief an die Aktionäre rät die Commerzbank-Führung rund um Chefin Bettina Orlopp einstimmig dazu, das Tauschangebot (0,485 Unicredit-Aktien pro Commerzbank-Aktie) auf keinen Fall anzunehmen. Die Kernargumente der Frankfurter Verteidigung haben es in sich:

Keine Prämie: Das Angebot notierte seit der Ankündigung an keinem einzigen Handelstag über dem tatsächlichen Börsenkurs der Commerzbank.

Mogelpackung Zusammenschluss: Was Unicredit als Fusion tarnt, sei in Wahrheit ein radikaler „Restrukturierungsvorschlag“, der das profitable Geschäftsmodell zerschneiden würde und massive Umsetzungsrisiken berge.

Bessere Zukunft im Alleingang: Die eigene Strategie „Momentum 2030“ schaffe mit erhöhten Gewinnzielen nachweislich mehr Wert für die Aktionäre als das vage Angebot aus Italien.

Heimlicher Derivate-Coup: Unicredit kontrolliert fast 39 Prozent
Doch während Frankfurt die Abwehrreihen schließt, vermeldet Unicredit am Montag einen schockierenden Teilerfolg. Die Italiener haben das Netz fast unbemerkt immer enger geschnürt. Durch den strategischen Zukauf von Finanzinstrumenten (sogenannten Total Return Swaps) hat sich Unicredit den Zugriff auf gigantische 38,87 Prozent der Stimmrechte gesichert!

Direkt hält die Bank zwar weiterhin 26,77 Prozent und parkt über Derivate weitere Anteile, um haarscharf unter der kritischen Pflichtangebots-Schwelle von 29,99 Prozent zu bleiben. Durch Absprachen mit Großbanken wie Nomura könnte Orcel diese Verträge aber jederzeit in echte Aktien umwandeln.

Der Showdown am Mittwoch: Hat Orcel schon die Mehrheit?
Die neuen Zahlen verleihen der Commerzbank-Hauptversammlung am kommenden Mittwoch eine historische Brisanz. Da im vergangenen Jahr nur knapp 50 Prozent der stimmberechtigten Aktionäre anwesend waren, könnte Unicredit mit den neu gemeldeten Stimmrechten theoretisch sogar die Abstimmungen dominieren. Zwar hält die Bundesrepublik Deutschland noch 12,7 Prozent der Aktien und wird eisern gegen die Italiener stimmen, doch das Zünglein an der Waage könnte nun der Vermögensverwalter Blackrock (5,1 Prozent) werden, der sich bisher bedeckt hält.

Fazit: Die Aktionäre sitzen am längeren Hebel
Dass die Unicredit-Offerte in der ersten Woche nur von mageren 0,006 Prozent der Aktionäre angenommen wurde, zeigt deutlich: Der Markt durchschaut das aktuelle Angebot. Die Commerzbank hat sich heute klar positioniert, doch der Ball liegt im Feld von Unicredit. Aktionäre sollten jetzt die Füße stillhalten und das Papier nicht andienen. Solange der Börsenkurs über dem Tauschwert liegt, wettet der Markt darauf, dass Mailand entweder den Preis massiv nachbessern oder den Druck auf der Hauptversammlung über den Aufsichtsrat erhöhen muss.

Bn-Redaktion/js
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