Intel dreht ab

Richtungswechsel mit Risiko 03.07.2025, 18:51 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Intel dreht ab: Richtungswechsel mit Risiko
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Strategiewechsel in der Chipfertigung

Laut aktuellen Berichten will Intel unter seinem neuen CEO Lip-Bu Tan die viel beworbene 18A-Technologie zugunsten des effizienteren 14A-Nodes zurückstellen. Analysten wie UBS bestätigen den Schwenk – bei gleichzeitig neutraler Bewertung der Aktie. Der Grund: Die 14A-Plattform könnte schneller marktreif und wirtschaftlich tragfähiger sein. Intel hatte über Jahre hinweg Milliarden in 18A gesteckt – ein abrupter Kurswechsel wäre daher nicht nur technologisch, sondern auch reputationspolitisch heikel.

Marktreaktion: Verunsicherung bleibt

Trotz einer Tagesrallye von rund 2 % zeigt sich der Markt insgesamt vorsichtig. Der Kurs liegt noch immer mehr als 35 % unter dem 12-Monats-Hoch. Investoren warten auf konkrete Zahlen, was der Strategiewechsel mittelfristig bringen kann. Während Mizuho das Kursziel auf 23 USD anhob, bleiben viele Analysten an der Seitenlinie.

Ausstieg aus dem Automotive-Segment

Parallel dazu zieht sich Intel aus seinem verlustreichen Automobilgeschäft zurück. Hunderte Stellen sollen abgebaut werden. Das spart kurzfristig Kosten, könnte aber auch Chancen im Wachstumssegment KI-getriebener Mobilität kosten. Der Fokus liegt nun wieder stärker auf dem Kerngeschäft: Foundry-Services und Hochleistungschips.

Technischer Ausblick

Charttechnisch notiert die Aktie in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen 18 und 21 EUR. Ein Ausbruch über die 22-Euro-Marke wäre ein erstes Kaufsignal. Anleger sollten jedoch die kommende Quartalsbilanz im Auge behalten – sie dürfte wegweisend für den Erfolg der neuen Strategie sein.

Community-Stimmung

Die Diskussion im Forum ist lebhaft und polarisiert. Einige User befürworten den Fokus auf 14A: „Besser spät als nie!“, meint ein Kommentator. Andere sehen den Schwenk als „Eingeständnis des Scheiterns“ und bemängeln die verbrannten Milliarden. Der Rückzug aus dem Autobereich wird teils positiv bewertet, teils als „Kapitulation vor der Konkurrenz“ gewertet. Fazit: Hoffnung ja, Euphorie nein.

Bn-Redaktion/pl
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