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Rheinmetall trotzt Erwartungen

Gewinn deutlich gesteigert 07.05.2026, 12:26 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Panzer
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Rheinmetall 1.398,60 EUR -2,79 % Gettex

Rheinmetall steigert Gewinn trotz verfehlter Umsatzerwartungen

Die Rheinmetall-Aktie steht nach Vorlage neuer Quartalszahlen erneut im Fokus der Anleger. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern konnte seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern und bestätigte gleichzeitig die ambitionierten Jahresziele. Damit versucht das Unternehmen, nach zuletzt schwankenden Kursreaktionen neues Vertrauen am Markt aufzubauen.

Der Umsatz legte in den ersten drei Monaten des Jahres um 7,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro zu. Analysten hatten allerdings mit einem höheren Wert von rund 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Auch beim operativen Ergebnis blieb Rheinmetall unter den Erwartungen. Das operative Ergebnis stieg zwar um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, lag damit jedoch unter den prognostizierten 262 Millionen Euro.


Positiv entwickelte sich dagegen die Profitabilität. Die operative Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent nach 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich fiel der Gewinnanstieg unter dem Strich aus. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 130 Millionen Euro nach zuvor 107 Millionen Euro. Nach Anteilen Dritter verdiente der Konzern 111 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch 84 Millionen Euro erzielt worden waren. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 141 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro.

Die Zahlen zeigen damit trotz der schwächeren Umsatzentwicklung weiterhin robuste Geschäfte im Verteidigungssektor. Vor allem die hohe Auftragslage sorgt für Zuversicht. Der Auftragsbestand erreichte nach dem ersten Quartal rund 73 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 56 Milliarden Euro.

Milliardenaufträge sollen Wachstum im zweiten Quartal beschleunigen

Konzernchef Armin Papperger erwartet bereits in den kommenden Monaten eine weitere Beschleunigung des Geschäfts. "Insbesondere für das zweite Quartal 2026 erwarten wir ein stärkeres Wachstum beim Umsatz und beim Auftragseingang, wo wir mit großvolumigen Beauftragungen im Marine- sowie im Fahrzeugbereich rechnen", erklärte der Vorstandschef.

An den Jahreszielen hält Rheinmetall unverändert fest. Der Konzern plant für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Umsatzanstieg von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen, nachdem sie im Vorjahr bei 18,5 Prozent gelegen hatte.

An der Börse reagierten Anleger zunächst verhalten. Die Aktie bewegte sich zuletzt im Bereich zwischen 1.430 und 1.450 Euro. Im vorbörslichen Handel zeigte sich das Papier leicht stabilisiert und notierte bei Tradegate rund 0,3 Prozent höher bei etwa 1.438 Euro. Trotz der kurzfristigen Kursschwankungen sehen viele Marktbeobachter die operative Entwicklung weiterhin positiv. Vor allem die enorme Auftragsbasis und die anhaltend hohe Nachfrage nach Verteidigungstechnik stützen die Perspektiven des DAX-Konzerns.

Rheinmetall baut Marinegeschäft massiv aus

Besondere Aufmerksamkeit erhält derzeit das Marinegeschäft des Unternehmens. Rheinmetall arbeitet intensiv daran, seine Position im Marinesektor deutlich auszubauen. Erst vor Kurzem übernahm der Konzern die Marine-Sparte der Lürssen-Werft. Zusätzlich liegt inzwischen ein erstes unverbindliches Übernahmeangebot für die Werft German Naval Yards Kiel vor. Dabei konkurriert Rheinmetall mit der Thyssenkrupp-Tochter TKMS.

Vertreter des Unternehmens sollen demnächst Einblick in die Geschäftsbücher der Werft erhalten. Parallel sorgen Berichte über das milliardenschwere Fregattenprogramm F126 für zusätzliche Aufmerksamkeit.

Laut Informationen der Financial Times und ntv fordert Rheinmetall rund zwölf Milliarden Euro vom Bund für die Übernahme des Programms. Zusammen mit bereits eingeplanten zwei Milliarden Euro würden sich die Gesamtkosten für die sechs Kriegsschiffe damit auf etwa 14 Milliarden Euro erhöhen. Die ursprünglich vorgesehene Fertigung durch die niederländische Damen-Werft hatte sich aufgrund finanzieller Probleme verzögert.

Nun soll die von Rheinmetall übernommene Werft NVL als Generalunternehmer fungieren. Das Angebot enthält laut Berichten zudem eine Inflationsklausel. Die Auslieferung des ersten Schiffes ist für das Jahr 2032 vorgesehen. Damit bleibt für Anleger neben den aktuellen Quartalszahlen insbesondere die Entwicklung im Marinegeschäft entscheidend. Rheinmetall positioniert sich zunehmend als breit aufgestellter Verteidigungskonzern mit wachsender Bedeutung im europäischen Rüstungsmarkt.

Bn-Redaktion/aw
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