Iran-Krieg

Weshalb Anleger Aktien plötzlich meiden 01.03.2026, 14:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Wüste
© Bild von Julien Mordret auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Microstrategy (Doing business Strategy) (A) 148,81 USD +3,67 % AMEX
Öl (Brent) 98,24 USD +3,63 % ARIVA Indikation Rohstoffe
Silber 78,43 USD -1,13 % Lang & Schwarz
Gold 4.769,08 USD -0,41 % Forex

Flucht in Sicherheit treibt Gold und Staatsanleihen

Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat die Nervosität an den Finanzmärkten deutlich erhöht. Investoren setzen verstärkt auf klassische sichere Häfen wie US-Staatsanleihen, Gold und den Schweizer Franken. Bereits am Freitag waren kurzlaufende US-Renditen auf Niveaus gefallen, die zuletzt 2022 erreicht wurden. Gold verteuerte sich parallel, während Aktien unter Druck gerieten. Marktstrategen sprechen von einer klaren Verschiebung der Risikobereitschaft, da die Dimension der Angriffe und der iranischen Gegenreaktionen größer ausfiel als erwartet. Ein Stratege brachte es auf den Punkt: „Die Dimension der Angriffe und der iranischen Vergeltung ist größer als vom Markt erwartet.“

Ölpreis und Hormus-Straße im Fokus

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Energiemarkt. Die Straße von Hormus, über die rund ein Viertel des weltweiten seegestützten Ölhandels läuft, gilt als neuralgischer Punkt. „Es geht um das Hormus-Risiko, nicht um Vergeltung. Wenn die Schifffahrt offen bleibt, können Aktien das verkraften. Wenn nicht, ist alles offen“, heißt es aus dem Marktumfeld. Brent-Öl schloss zuletzt auf dem höchsten Stand seit Juli. Steigende Energiepreise könnten Inflations- und Zinsprognosen verändern und zusätzlichen Druck auf Aktienmärkte ausüben.

Aktienmärkte unter Druck – Vorsicht vor schnellen Käufen

Der S&P 500 verlor am Freitag 0,4% und verzeichnete damit den größten Monatsverlust seit März. Strategen warnen davor, Rücksetzer vorschnell zu kaufen. „Das Chancen-Risiko-Verhältnis erscheint nicht überzeugend“, sagte ein Chefstratege. Erst bei einem Rückgang von „über 10% im S&P 500“ könne sich eine attraktivere Einstiegsgelegenheit ergeben – „aber noch nicht“. Hohe Bewertungen an den globalen Aktien- und Kreditmärkten erleichtern es Investoren derzeit, Risiken zu reduzieren. Zusätzlich belasten Unsicherheiten rund um US-Zölle, KI-bedingte Umbrüche und Spannungen im Privatkreditsektor.

Kryptomärkte reagieren rund um die Uhr

Da Kryptomärkte 24/7 handeln, spiegelten sie die geopolitische Eskalation unmittelbar wider. Bitcoin fiel zunächst um bis zu 3,8%, bevor er sich erholte und zeitweise um 2,21% auf 68.196 Dollar stieg. Ether gewann bis zu 4,58% und kletterte wieder über 2.000 Dollar. Innerhalb eines Tages wurden rund 128 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet, bevor sich der Markt um etwa 32 Milliarden Dollar stabilisierte. „Bitcoin ist der einzige große liquide Vermögenswert, der rund um die Uhr gehandelt wird, daher absorbierte er den gesamten Verkaufsdruck“, hieß es aus dem Markt.

Der Risikoabbau könnte weitergehen

Analysten sprechen von einer „Sichere Häfen zuerst, Fragen später“-Strategie. Gleichzeitig bleibt das Ausmaß des Risikoabbaus schwer kalkulierbar: „Das Ausmaß des De-Risking kann niemand genau abschätzen.“ Allein an einem Samstagmorgen stieg das Verkaufsvolumen bei Bitcoin-Derivaten binnen einer Stunde um rund 1,8 Milliarden Dollar. Beobachter betonen, dass kurzfristig Emotionen und Risikomanagement dominieren. Sollte sich der Konflikt ausweiten oder der Ölfluss ernsthaft gestört werden, dürfte die Nachfrage nach Sicherheit weiter steigen.

Bn-Redaktion/ts
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