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KI-Geldhunger

Meta bittet Aktionäre zur Kasse 26.10.2026, 15:02 Uhr Jetzt kommentieren: 0

KI-Geldhunger: Meta bittet Aktionäre zur Kasse
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Broadcom 296,33 EUR +3,10 % TTMzero RT
Meta Platforms (A) 575,75 EUR +0,57 % Quotrix Düsseldorf
NVIDIA 194,66 EUR +3,22 % Baader Bank
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Meta zapft für den KI-Ausbau die Börse an. Der Facebook-Konzern will über neue Aktien bis zu 95 Milliarden US-Dollar einsammeln, umgerechnet knapp 85 Milliarden Euro – und ausgerechnet seine wichtigsten Chiplieferanten wollen dabei mitkaufen. Die Meta-Aktie notiert am Nachmittag rund 1,5 Prozent im Minus bei 564 Euro, während die Papiere der Zulieferer zulegen. Unter Aktionären ist der Ton entsprechend nervös.

Nvidia und Broadcom legen zu, Meta gibt nach

Nach Angaben von Meta haben Nvidia, AMD und Broadcom Interesse bekundet, im Rahmen des Angebots Stammaktien der Klasse A für bis zu fünf Milliarden Dollar zu übernehmen. Verbindlich ist das noch nicht. Gemessen an den 135 bis 145 Milliarden Dollar, die Meta in diesem Jahr investieren will, ist der Betrag klein – das Signal dagegen groß: Die Lieferanten beteiligen sich an einem Kunden, der das frische Kapital zu einem guten Teil in Rechenzentren und damit in ihre Chips stecken dürfte. Das Geld fließt so gewissermaßen im Kreis.

An der Börse wird die Meldung je nach Seite unterschiedlich gelesen. Nvidia gewinnt rund 1,9 Prozent auf 191,92 Euro, Broadcom legt gut 1 Prozent auf 291,05 Euro zu, AMD tritt bei 463 Euro auf der Stelle. Unter Nvidia-Aktionären sorgt der Einstieg bei Meta dennoch kaum für Gesprächsstoff; dort wird eher die Sorge geäußert, dem Chipkonzern könne nach dem langen Lauf allmählich die Puste ausgehen.

Investitionen fressen den Cashflow auf

Dass Meta überhaupt Aktien ausgibt, hat einen handfesten Grund. Im dritten Quartal lagen die Investitionen mit rund 34,9 Milliarden Dollar über dem operativen Mittelzufluss, der freie Cashflow rutschte mit gut 2 Milliarden Dollar ins Minus. Rund 35 Milliarden Dollar sollen nun über Stamm- und Vorzugsaktien hereinkommen, ein Teil sofort, der Rest zeitversetzt bis spätestens Ende 2027. Weitere bis zu 60 Milliarden Dollar will der Konzern über ein At-the-Market-Programm erlösen, bei dem Aktien schrittweise direkt über die Börse verkauft werden – frühestens ab Anfang 2027. Anleihen bleiben laut Meta dank guter Bonitätsnoten weiter eine Option, die neuen Aktien seien eine zusätzliche Geldquelle.

Aus Aktionärssicht heißt das vor allem: Der eigene Anteil schrumpft. Mit beißendem Spott wird quittiert, dass sich ein Konzern mit Milliardenumsätzen nun bei seinen Anteilseignern bedient.

Ja Meta schwimmt scheinbar im Geld … die Emissionen wärmen mein Herz…

Hinter dem Sarkasmus steckt ein ernster Punkt: Gerade Kleinanleger seien von den Kursverlusten der vergangenen Tage hart getroffen worden – und sollen nun zusätzlich eine Verwässerung hinnehmen.

Zwischen 548 und 591 Euro an einem Tag

Wie unruhig der Markt ist, zeigt der Kursverlauf. Im Tagestief fiel die Aktie bis auf 547,60 Euro, zwischenzeitlich kletterte sie bis 591,05 Euro, zuletzt kostet sie rund 564 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf knapp 12 Prozent – der Rückschlag begann mit den Quartalszahlen, bei denen die hohen KI-Ausgaben den Ausschlag gaben. Die heftigen Ausschläge werden unter Aktionären genau registriert: Wer mit Stop-Loss-Marken gearbeitet habe, dürfte beim Rutsch unter 550 Euro ausgestoppt worden sein, kurz bevor die Aktie wieder über 580 Euro stieg. Das Fazit fällt nüchtern aus – die jüngsten Nachrichten scheinen dem Markt allesamt nicht zu gefallen.

Unabhängig vom Kapitalbedarf steht bereits der nächste Schritt fest: Im Januar erhalten Aktionäre für jede gehaltene Aktie eine neue, stimmrechtslose Aktie der Klasse C, was im Kern einem Aktiensplit im Verhältnis 2:1 entspricht. Ob sich die Milliarden für Rechenzentren und KI-Modelle wie „Muse Wonder“ auszahlen, dürfte sich erst zeigen, wenn diese Produkte nennenswert Umsatz bringen. Bis dahin könnte die Aktie anfällig für weitere Schwankungen bleiben.

Bn-Redaktion/sb
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