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Lizenzvertrag

Novo Nordisk bleibt trotz Nanexa-Deal im Minus 25.09.2026, 12:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Novo Nordisk 33,83 EUR -0,37 % Baader Bank
Nanexa 1,148 EUR +103,55 % Frankfurt
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Novo-Nordisk-Papiere verbilligen sich am Freitagmittag um 0,4 Prozent auf 33,77 Euro. Dabei hat der dänische Pharmakonzern eine Vereinbarung über bis zu 1,165 Milliarden Euro verkündet, die Spritzen gegen Adipositas und Diabetes künftig deutlich seltener nötig machen könnte. Unter Aktionären sorgt die ausbleibende Kursreaktion für spürbaren Frust.

Bis zu 1,165 Milliarden Euro für längere Spritzintervalle

Novo Nordisk hat sich die weltweiten Exklusivrechte an der PharmaShell-Plattform des schwedischen Unternehmens Nanexa gesichert. Die Technologie soll Peptid-Wirkstoffe so verpacken, dass eine Gabe nur noch einmal im Monat oder sogar nur einmal im Quartal erforderlich wäre – heutige GLP-1-Präparate werden in der Regel wöchentlich gespritzt. Die Zusammenarbeit umfasst bis zu fünf Entwicklungsprogramme in den Bereichen Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Stoffwechselerkrankungen. Auf die Vorabzahlung sowie Entwicklungs- und Zulassungsmeilensteine entfallen bis zu 615 Millionen Euro, hinzu kommen umsatzabhängige Meilensteine und Lizenzgebühren im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Während sich der Kurs von Nanexa zeitweise mehr als verdoppelte und aktuell rund 94 Prozent im Plus liegt, bewegt sich der Lizenznehmer kaum. Mehrere Anleger reagieren darauf mit Unverständnis: Die kurze Erholung am Morgen sei rasch wieder ins Minus gekippt, eine Reaktion auf die Nachricht praktisch nicht erkennbar – dass die Aktie trotz eines solchen Deals nachgibt, empfinden manche schlicht als widersinnig.

Nichtmal eine kleine Reaktion vom Markt auf diesen Deal. Es ist echt traurig wie wenig Vertrauen scheinbar in dieser Aktie steckt.

Eine nüchternere Erklärung liefert ein anderer Aktionär: Für den kleinen Partner sei der Vertrag ein Quantensprung, für einen Konzern von der Größe Novo Nordisks dagegen nur ein Baustein unter vielen. Bis zu einer möglichen Marktreife der Langzeit-Spritzen könnten zudem noch Jahre vergehen.

Kapitalmarkttag wirkt nach

Schwerer als die Lizenzmeldung wiegt derzeit offenbar der Kapitalmarkttag vom Montag. Novo Nordisk stellte in London zwar mehrere neue Blockbuster-Medikamente bis 2030 in Aussicht, blieb bei Umsatz- und Margenzielen aber hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie fiel an dem Tag um mehr als sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit April; im Wochenverlauf summiert sich das Minus auf gut zehn Prozent. Analysten von Goldman Sachs bemängelten die Margenperspektive bis 2030 und fehlende Klarheit zum Auslaufen des Semaglutid-Patentschutzes – eine externe Einschätzung, keine redaktionelle Empfehlung.

Entsprechend resigniert fällt der Tenor aus. Gute Nachrichten ließen den Kurs fallen, schlechte noch stärker, lautet ein bitterer Kommentar; ein anderer registriert, dass am Freitag fast alles im Plus notiere – außer Novo. Dagegen halten Anleger, die auf jüngste wöchentliche US-Verschreibungsdaten verweisen: Die Wegovy-Tablette wachse weiter und liege gegenüber dem oralen Konkurrenzprodukt von Eli Lilly noch deutlich vorn. Die These, das US-Geschäft der Dänen breche weg, passe nicht recht zu diesen Zahlen, argumentiert einer von ihnen.

Ob die Nanexa-Technologie die Wettbewerbsposition gegenüber Lilly mittelfristig stärken könnte, dürfte sich erst mit ersten klinischen Daten zeigen. Kurzfristig scheint der Markt vor allem auf belastbarere Wachstums- und Margenziele zu warten. Auf Jahressicht hat das Papier rund 29 Prozent an Wert verloren.

Bn-Redaktion/sb
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