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BYD mit Lieferproblem

Jetzt wird die Batterie knapp 25.09.2026, 13:29 Uhr Jetzt kommentieren: 0

BYD mit Lieferproblem: Jetzt wird die Batterie knapp
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Blade-Batterie wird zum Nadelöhr für BYD

Für die weitere Geschäftsentwicklung spielt der Ausbau der eigenen Batterieproduktion eine wichtige Rolle. BYD produziert einen wesentlichen Teil seiner zentralen Fahrzeugkomponenten selbst. Entsprechend hängt die Geschwindigkeit bei der Auslieferung neuer Schnelllademodelle auch davon ab, wie schnell die Kapazitäten für die zweite Generation der Blade-Batterie hochgefahren werden können.

Die aktuell längeren Lieferzeiten zeigen dabei die zwei Seiten der Entwicklung: Einerseits trifft BYD mit seinen Modellen auf eine starke Nachfrage, andererseits muss die Produktion mit diesem Tempo Schritt halten. Gerade auf dem hart umkämpften chinesischen Heimatmarkt können längere Wartezeiten die Kaufentscheidung beeinflussen, da Kunden zwischen zahlreichen heimischen Herstellern wählen können.

Parallel zum Ausbau der Batterieproduktion investiert BYD kräftig in die notwendige Ladeinfrastruktur. Gestern nahm der Konzern seine 2.000. Schnellladestation an chinesischen Autobahnen in Betrieb. Der Standort befindet sich im Servicebereich Baoying in Yangzhou. Damit hat das Unternehmen sein selbst gesetztes Jahresziel für diesen Bereich bereits vorzeitig erreicht.

Insgesamt verfügt BYD landesweit inzwischen über 11.586 Schnellladestationen. Der Aufbau des Netzes ergänzt die Fahrzeugstrategie des Konzerns und soll die Voraussetzungen für eine breitere Nutzung leistungsfähiger Schnellladetechnik schaffen.

Von 11.586 Ladestationen bis zum Elektro-Lkw für Europa

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur erweitert BYD seine Aktivitäten im Energie- und Nutzfahrzeuggeschäft. Am Dienstag unterzeichnete die Batteriesparte des Konzerns ein neues Projektabkommen im chinesischen Shuozhou. Gleichzeitig wurde dort eine Innovationsallianz ins Leben gerufen, die sich auf emissionsfreien Transport und saubere Energielösungen konzentriert.

Am Mittwoch folgte eine weitere strategische Vereinbarung. BYD verständigte sich mit der Xiangyu Group und der Stadt Liaoyang auf eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen. Dazu zählen Lieferketten, elektrische schwere Lastkraftwagen und sogenannte Null-Kohlenstoff-Gewerbeparks.

Auch Europa spielt in den Expansionsplänen des Konzerns eine Rolle. Bereits am 14. September präsentierte BYD auf der Fachmesse IAA Transportation neue Nutzfahrzeuge für den europäischen Markt. Zu den vorgestellten Modellen gehörte die elektrische Sattelzugmaschine ETT 44. Damit erweitert das Unternehmen seine Präsenz über das klassische Geschäft mit Personenwagen hinaus und adressiert zunehmend auch den gewerblichen Transportsektor.

Thailand erreicht Meilenstein - Rückruf betrifft 183.211 Fahrzeuge

Fortschritte meldet BYD zudem bei der internationalen Produktion. Am Montag verließ im thailändischen Werk in Rayong das 100.000. Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnik die Fertigung. Bei dem Jubiläumsfahrzeug handelte es sich um ein Modell der Baureihe Atto 3.

Bemerkenswert ist dabei der Grad der lokalen Einbindung des Werks. Rund 50 Prozent der für die Produktion benötigten Komponenten werden vor Ort beschafft. Gleichzeitig stammen 95 Prozent der Belegschaft aus Thailand. Die Zahlen verdeutlichen, dass BYD seine internationale Expansion nicht ausschließlich über Fahrzeugexporte organisiert, sondern zunehmend lokale Produktions- und Lieferkettenstrukturen aufbaut.

Neben den Expansionsmeldungen musste der Hersteller zuletzt allerdings auch einen umfangreichen Rückruf abarbeiten. Am 18. September ordnete Chinas Marktregulierer den Rückruf von 183.211 älteren Fahrzeugen der Modellreihen Qin und Tang an.

Grund dafür sind defektanfällige Anschlagpuffer am Bremspedal, die sich lösen können. BYD ersetzt die betroffenen Bauteile für die Fahrzeughalter kostenlos. Damit treffen derzeit mehrere operative Entwicklungen aufeinander: Der Konzern muss die Kapazitäten für seine neue Batteriegeneration erhöhen, während gleichzeitig das Ladenetz, die internationale Produktion und neue Geschäftsfelder im Nutzfahrzeug- und Energiesektor ausgebaut werden.

Bn-Redaktion/aw
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