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Ölpreis

DAX erholt sich dank Iran-Hoffnung 25.09.2026, 11:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Der DAX hat am Freitag an seine Erholung angeknüpft und notierte am späten Vormittag rund 0,5 Prozent höher bei etwa 25.520 Punkten. Rückenwind lieferten leicht nachgebende Ölpreise, nachdem neue diplomatische Signale im Iran-Krieg Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus geweckt hatten. Damit könnte der deutsche Leitindex eine dreiwöchige Verlustserie beenden.

Sieben-Tage-Plan für Hormus drückt auf den Ölpreis

Auslöser der Entlastung war die Nahost-Diplomatie: Teheran hat Washington über Vermittler Berichten zufolge einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Kriegsende vorgelegt. Demnach könnte die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder geöffnet werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt seien. Aus dem Weißen Haus hieß es, man führe über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche. Der Preis für Brent-Öl gab daraufhin etwas nach, nachdem er seit Mittwoch deutlich angezogen hatte.

Wie stark die Kurse derzeit an Schlagzeilen hängen, zeigte sich am Vormittag: Nutzer @moneybill verwies auf eine kurz nach 10 Uhr verbreitete Meldung über Gespräche der Außenminister Ägyptens und Irans zu möglichen Abkommensvorschlägen. Kurz darauf kletterte der DAX an sein Tageshoch von gut 25.530 Punkten.

Wenn solche Meldungen kommen, ist der Markt nicht rational handelbar.

Die Ölseite bleibt dennoch ein Unsicherheitsfaktor. Als zwischenzeitlich die Notierungen wieder leicht anzogen, wertete @Ronntel das als wenig hilfreiche Stütze für den Index. Konkrete Ergebnisse der Gespräche stehen bislang aus.

US-Renditen auf dem höchsten Stand seit 2007

Neben dem Öl hatten zuletzt steigende Anleiherenditen die Stimmung belastet. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen war in dieser Woche über die Marke von fünf Prozent geklettert und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007. Hintergrund sind Inflationssorgen sowie die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Höhere Zinsen verteuern Kredite und setzen hohe Aktienbewertungen unter Druck. Die Consorsbank sprach in einer Markteinschätzung von einer Stabilisierung der Anleihen infolge sinkender Ölpreise, bezeichnete diese aber als Momentaufnahme, die sich schnell wieder drehen könne.

Wie weit der Rücksetzer reichte, zeigt der Wochenverlauf: Zwischenzeitlich war der DAX auf 25.164 Punkte gefallen und damit auf das Niveau von Ende Juli. Vom Rekordhoch bei rund 26.540 Punkten Ende August trennen den Index derzeit knapp vier Prozent. Ob die Korrektur damit schon abgeschlossen ist, hält Nutzer @Meppi für offen: Saisonal passe ein so frühes Ende kaum ins Bild, zugleich sei der Index etwa auf das Januar-Hoch zurückgefallen und habe damit einen Großteil der Jahresgewinne wieder abgegeben.

Nebenwerte ziehen mit, Euro schwächelt im Wochenvergleich

Die Erholung reicht in die zweite Reihe: Der MDAX gewann 0,8 Prozent auf rund 31.170 Punkte, der SDAX legte 0,6 Prozent auf gut 18.200 Punkte zu – trotz eines Kurssturzes von HelloFresh, dessen Aktie nach einer Prognosesenkung auf ein Rekordtief fiel. Im DAX gewann Adidas am Vormittag gut zwei Prozent. Die kanadische Bank RBC hatte sich nach einem Innovationstag des Konzerns positiv zu dessen Marktanteilsgewinnen geäußert – eine externe Einschätzung, keine redaktionelle Empfehlung. Airbus verlor dagegen mehr als zwei Prozent, nachdem der Flugzeugbauer Abweichungen beim Oberflächenschutz an Rumpfteilen einiger A321neo eingeräumt hatte. Ein Sicherheitsproblem bestehe nach Unternehmensangaben nicht.

Der Euro notierte mit 1,1392 US-Dollar leicht fester, liegt auf Wochensicht aber knapp einen Cent tiefer. Eine schwächere Gemeinschaftswährung könnte deutschen Exporteuren zugutekommen. In Asien legte der japanische Nikkei 225 um 1,3 Prozent zu.

Für kurzfristig orientierte Marktteilnehmer rücken vor allem Chartmarken in den Vordergrund. Nutzer @Funzel sah den Bereich zwischen 25.356 und 25.367 Punkten als Schlüsselzone; ein Bruch darunter könnte den Index nach seiner Lesart in Richtung der Kurslücke zum Vortagesschluss bei 25.266 Punkten zurückführen. Ob die Erholung trägt, dürfte maßgeblich von weiteren Signalen aus Teheran und Washington sowie von der Entwicklung am Anleihemarkt abhängen.

Bn-Redaktion/sb
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