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Rüstungswerte

Rheinmetall fällt wieder unter 1000 Euro 24.09.2026, 14:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.002,30 EUR -1,99 % Lang & Schwarz
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Rheinmetall steht erneut unter Druck. Die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns gab am Donnerstag bis zum frühen Nachmittag 2,4 Prozent auf 998,35 Euro nach und notiert damit wieder unterhalb der Marke von 1.000 Euro. Im Tagestief ging es sogar bis auf 983,35 Euro abwärts.

Rüstungssektor verliert auf breiter Front

Der Rückschlag trifft nicht nur den Branchenprimus. Renk verbilligte sich um 3,2 Prozent auf 40,57 Euro und nähert sich damit dem Jahrestief von 39,85 Euro. Hensoldt büßte 3,0 Prozent auf 76,42 Euro ein. Auch europäische Wettbewerber gaben nach: BAE Systems verlor 1,5 Prozent, Leonardo 1,7 Prozent.

Warum Rheinmetall, Renk und Hensoldt meist im Gleichschritt steigen oder fallen, wollte Nutzer @Renk76md wissen. Die Antwort liegt in den gemeinsamen Treibern: Geopolitische Entwicklungen und die Verteidigungsbudgets der Regierungen bewegen den gesamten Sektor, weshalb Kapital häufig branchenweit zu- oder abfließt.

Ölpreis und Geopolitik drücken die Stimmung

Belastend wirkt zudem das schwache Gesamtumfeld. Steigende Ölpreise und anziehende Anleiherenditen setzen dem Aktienmarkt insgesamt zu, auch der DAX notierte im Minus. Parallel richtet sich der Blick auf die UN-Generalversammlung in New York sowie auf das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping. Russlands Außenminister Sergej Lawrow erteilte Überlegungen zu einer Waffenruhe im UN-Sicherheitsrat erneut eine Absage, während Wladimir Putin nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel im Dezember nach Miami eingeladen wurde. Viele Aktionäre sehen in dieser Gemengelage wenig Raum für eine nachhaltige Erholung.

Man muss sich nur aktuell den DAX anschauen. Bei dieser momentan globalen Gemengelage läuft nix nachhaltig.

Als konkreten Auslöser für die Verluste am Donnerstagvormittag verwies @Myrtle auf den Ölpreis, der zu diesem Zeitpunkt um mehr als zwei Prozent zugelegt hatte.

Prognosesenkung wirkt nach

Auf Jahressicht hat sich der Kurs von Rheinmetall nahezu halbiert – vor zwölf Monaten kostete das Papier noch rund 1.970 Euro. Seit Wochen pendelt die Aktie um die 1.000-Euro-Marke, im Wochenverlauf zwischen 983 und knapp 1.031 Euro. Nutzer @Kalle97 erkannte darin „genau den gleichen Verlauf wie die letzten Wochen“.

Belastet wird das Bild weiterhin von der Prognosesenkung im August: Nach dem Aus für das Fregattenprogramm F126 kappte der Konzern seine Umsatzerwartung für 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. User @SuperEVO sieht darin einen Grund für die anhaltende Schwäche und hält die Bewertung des Unternehmens nach wie vor für zu hoch – eine persönliche Einschätzung, keine Anlageberatung.

Etwas Rückenwind kam zuletzt aus Berlin: Verteidigungsminister Boris Pistorius wies die Kritik zurück, es fließe zu viel Geld in klassische Rüstungstechnik. Jefferies wertete das mit Blick auf die Portfolios von Rheinmetall und Renk als ermutigendes Signal. MWB Research bleibt bei seiner Einstufung „Hold“: Die hohen Auftragseingänge seien eingepreist, entscheidend sei nun deren Abarbeitung. Beides sind externe Einschätzungen und keine redaktionelle Empfehlung. Neue Impulse könnte erst der Kapitalmarkttag im November liefern.

Bn-Redaktion/sb
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