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So gefährlich wird der US-Prozess 30.04.2025, 10:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Meta unter Druck: FTC will Konzern zerschlagen – Prozess bringt TikTok, Reddit & Co. auf die Bühne

Konkurrenz oder doch kein Wettbewerb?

Im laufenden Kartellprozess der US-Handelsaufsicht FTC gegen Meta Platforms Inc. wird der Begriff „Wettbewerb“ auf den Prüfstand gestellt – mit prominenter Unterstützung: Führungskräfte von TikTok, X (ehemals Twitter), Reddit, Pinterest und Discord sagten in der vergangenen Woche vor dem Gericht in Washington aus. Meta pocht darauf, dass diese Plattformen direkte Konkurrenten seien. Die FTC hingegen versucht, das Gegenteil zu beweisen.

Im Zentrum steht die Frage, ob Meta ein Monopol im Markt der sogenannten „persönlichen sozialen Netzwerke“ hält – also Plattformen, die hauptsächlich den Austausch mit Familie und Freunden ermöglichen. Sollte die FTC sich durchsetzen, könnten drastische Maßnahmen folgen: eine mögliche Zerschlagung Metas, inklusive Abspaltung von Instagram und WhatsApp.

„Dinge haben sich dramatisch verändert“

Meta argumentiert, dass sich seine Plattformen weiterentwickelt haben. CEO Mark Zuckerberg betonte zu Beginn des Prozesses, dass Beiträge von Freunden und Familie auf Facebook und Instagram zunehmend durch Inhalte ersetzt werden, die auf Interessen beruhen. COO Javier Olivan unterstrich das mit dem Hinweis, dass viele Nutzer inzwischen Facebook nicht mehr wegen ihres sozialen Netzwerks nutzen, sondern für Shopping, Dating oder Videos.

„Dinge haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert“, so Olivan.

TikTok und X: Entertainment statt Freundschaft

Die FTC führt dagegen gezielt an, wie sich die konkurrierenden Plattformen von Meta abgrenzen. In einer 2022 gegebenen Aussage erklärte Blake Chandlee, Ex-Manager von TikTok: „Wir sind eine Unterhaltungsplattform. Der Unterschied ist erheblich.“ Auch X-Manager Keith Coleman betonte, dass Nutzer dort meist Accounts folgen, die sie nicht persönlich kennen.

Ein aufgetauchtes internes E-Mail von Ex-Twitter-Chef Jack Dorsey aus der Zeit vor Musks Übernahme zeigt zudem, dass X nicht auf persönliche Netzwerke setzen wollte: „Es gibt bereits einen Dienst, der das gut kann“, schrieb Dorsey.

Features statt Framing: Meta kontert mit Funktionsvielfalt

Während die FTC auf öffentliche Aussagen und Positionierungen fokussiert, verweist Meta auf die konkreten Funktionen seiner Produkte: WhatsApp und Messenger bieten private Chats wie iMessage, Reels konkurriert mit TikTok, und der Newsfeed zeigt zunehmend Inhalte auf Basis persönlicher Interessen statt sozialer Verbindungen.

Auch in Sachen Werbung sieht Meta seine Position gestärkt: Fast alle genannten Plattformen kämpfen um dieselben Werbegelder. Reddit, Snap, Pinterest und X listeten Meta in offiziellen Dokumenten als Wettbewerber auf. Selbst TikTok-Werbemanager Chandlee räumte ein, dass man mit Facebook und Instagram konkurriere – auch wenn der Ansatz ein anderer sei.

Richter im Fokus: Wer definiert den Markt?

Letztlich liegt die Entscheidung bei US-Bezirksrichter James Boasberg. Er muss abwägen, ob die Unterschiede im Selbstverständnis der Plattformen schwerer wiegen als gemeinsame Merkmale wie Funktionalitäten und der Wettbewerb um Werbekunden. Erste Nachfragen Boasbergs deuten darauf hin, dass auch er erkennt: Nutzungsnormen verändern sich – womöglich ein Hinweis darauf, dass Meta mit seinem Argumentationsansatz punktet.

Der Prozess läuft voraussichtlich bis Juni. Weitere Aussagen, unter anderem von YouTube- und Snap-Managern, stehen noch bevor.

Bn-Redaktion/ts
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