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Betriebsrat kritisiert Siemens Abspaltung

Siemens Aktie im Schatten 16.08.2026, 15:44 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Betriebsrat kritisiert Siemens Abspaltung: Siemens Aktie im Schatten
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild von Siemens AG, Munich/Berlin
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Siemens 283,85 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Siemens Energy 160,62 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Kritik am früheren Kaeser Kurs

Bei Siemens sorgt die Abspaltungspolitik unter dem früheren Vorstandschef Joe Kaeser erneut für Debatten. Gesamtbetriebsratschef Bäumler bezeichnet die Trennung von Siemens Energy rückblickend als strategischen Fehler. Die Energiesparte habe sich hervorragend entwickelt und fehle dem Mutterkonzern heute.

Für Anleger ist diese Kritik deshalb interessant, weil Siemens Energy inzwischen eine starke Rolle an der Börse spielt. Während Siemens selbst auf Digitalisierung, Automatisierung und Software setzt, profitiert Siemens Energy von Energiewende, Stromnetzausbau und hoher Nachfrage nach Energieinfrastruktur. Genau diese Dynamik hätte dem Siemens Konzern aus Sicht der Kritiker heute zusätzlichen Rückenwind geben können.

Siemens Energy als verpasster Werttreiber

Die frühere Energiesparte war lange ein komplexer und schwankungsanfälliger Teil des Konzerns. Nach der Abspaltung konnte Siemens sein Profil stärker auf Industrie, Digitalisierung und margenstärkere Technologiebereiche ausrichten. Aus heutiger Sicht wirkt der Schritt jedoch weniger eindeutig, weil Siemens Energy am Kapitalmarkt stark an Bedeutung gewonnen hat.

Die Kritik des Betriebsrats zielt daher auf die Frage, ob Siemens zu viel industrielles Zukunftspotenzial abgegeben hat. Gerade Energieinfrastruktur, Netze und Elektrifizierung gehören heute zu den großen Wachstumsthemen. Wenn diese Bereiche nicht mehr im Konzern sind, fehlt ein direkter Hebel auf diesen Trend.

Busch setzt auf digitalen Eigenwert

Unter CEO Roland Busch verfolgt Siemens einen anderen Weg. Der Konzern will seinen Eigenwert vor allem durch Digitalisierung, Automatisierung und KI Integration steigern. Siemens positioniert sich stärker als Technologieunternehmen für Industrieprozesse, intelligente Fabriken, Softwarelösungen und vernetzte Infrastruktur.

Diese Strategie kann langfristig attraktiv sein, muss aber am Markt immer wieder beweisen, dass sie genügend Wachstum und Profitabilität liefert. Die starke Entwicklung von Siemens Energy erhöht dabei indirekt den Vergleichsdruck. Die Siemens Aktie steht im Schatten der starken Entwicklung von Siemens Energy. Die Kritik des Betriebsrats zeigt, dass frühere Abspaltungen heute neu bewertet werden. Siemens bleibt strategisch stark aufgestellt, doch die ehemalige Energiesparte hätte dem Konzern in der aktuellen Marktphase zusätzlichen Rückenwind geben können. Entscheidend wird sein, ob Roland Busch mit Digitalisierung und KI genug Eigenwert schafft, um diesen Verlust auszugleichen.

Bn-Redaktion/jh
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