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Tech-Riese steigt ins Militär-Geschäft ein 05.06.2025, 10:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Meta rüstet sich für eine neue Ära: Hightech für Militär und Atomkraft als Antwort auf den KI-Boom

Silicon Valley entdeckt seine militärischen Wurzeln neu

Meta-CTO Andrew Bosworth sieht einen tiefgreifenden Wandel in der Haltung der Tech-Branche zur Zusammenarbeit mit dem US-Militär. „Die Zeiten haben sich geändert“, sagte er auf dem Bloomberg Tech Summit in San Francisco. In der Szene gebe es seit Langem eine „stille Mehrheit“, die solche Projekte unterstützen wolle. Jetzt komme diese Haltung offen zum Tragen. „Silicon Valley wurde auf militärischer Entwicklung aufgebaut. Wir hoffen auf eine Rückkehr zu diesen Ursprüngen – auch wenn wir erst ganz am Anfang stehen“, so Bosworth.

Der neue Kurs zeigt sich konkret in Metas Partnerschaft mit dem Verteidigungstechnologieunternehmen Anduril Industries Inc. Gemeinsam entwickeln sie unter anderem ein KI-gestütztes Helm-System mit Virtual- und Augmented-Reality-Funktionen für das US-Militär. Bosworth sprach in diesem Zusammenhang von einer „Rückkehr zur Gnade“ für Silicon Valley.

Atomstrom für die KI-Ära: Meta sichert sich Energie aus Illinois

Parallel zu diesen sicherheitspolitischen Ambitionen reagiert Meta auch auf die explodierende Stromnachfrage durch Künstliche Intelligenz. Der Konzern hat einen langfristigen Deal mit Constellation Energy Corp. abgeschlossen: Ab Mitte 2027 wird Meta über einen Zeitraum von 20 Jahren 1.121 Megawatt Strom aus dem Kernkraftwerk Clinton in Illinois beziehen. Das entspricht der Versorgung von rund einer Million Haushalten. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Constellation will die Leistung des Werks steigern und prüft sogar den Bau eines zweiten Reaktors am Standort. CEO Joe Dominguez: „Es ist ein logischer Ort, um über die nächste Generation von Kraftwerken zu sprechen – auch mit Meta.“ Der Deal gilt als Wendepunkt für das Clinton-Werk, das 2017 noch vor der Schließung stand.

Technologiekonzerne treiben Atomenergie voran

Der Vertrag mit Meta ist der bislang größte Stromdeal des Unternehmens. Laut Urvi Parekh, Metas Leiterin für Energieprojekte, verzeichnete das Unternehmen zwischen 2019 und 2023 nahezu eine Verdreifachung des Stromverbrauchs. Meta hatte Ende letzten Jahres zudem Angebote für bis zu 4 Gigawatt neue Reaktoren in den USA eingeholt – rund 50 Vorschläge sind bereits eingegangen.

Auch andere Tech-Schwergewichte investieren in Atomstrom: Microsoft sicherte sich Energie vom Three Mile Island-Reaktor, Amazon und Google setzen auf modulare Reaktoren. Sam Altman, OpenAI-Chef, legte sein Amt bei seinem Nuklear-Startup Oklo nieder, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

KI als Treiber für neue Energietechnologien

Die wachsende Nachfrage durch KI zwingt die Branche, über bisherige Energiegrenzen hinauszudenken. „Ohne technologische Durchbrüche wird es nicht genug Energie für das KI-Zeitalter geben“, warnte Altman bereits. Atomstrom gewinnt dabei an Bedeutung, da er – anders als Sonne oder Wind – konstant verfügbar ist und keine Treibhausgase emittiert.

Die Umweltberichte von Meta, Microsoft und Google zeigen: Die Emissionen steigen – trotz grüner Ambitionen. Microsofts COâ‚‚-Ausstoß legte um 30 % zu, bei Google waren es knapp 50 %. Der Druck steigt – und mit ihm die Bereitschaft, auch in groß angelegte Atomprojekte zu investieren.

Bn-Redaktion/ts
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