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Moderna vor Krebs-Durchbruch

Aktie auf 52-Wochen-Hoch 27.09.2026, 13:45 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Moderna vor Krebs-Durchbruch: Aktie auf 52-Wochen-Hoch
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Intismeran und Keytruda: Phase-3-Daten stehen im Rampenlicht

Im Onkologiegeschäft setzt Moderna unter anderem auf Intismeran Autogene. Für den Wirkstoff liegen in Kombination mit Keytruda von Merck positive Ergebnisse einer Phase-3-Studie bei Patienten mit Hochrisiko-Melanomen vor. Damit erreicht eines der wichtigen Projekte außerhalb des Covid-19-Portfolios eine fortgeschrittene klinische Entwicklungsphase.

Weitere Details sollen auf dem europäischen Krebskongress ESMO in Madrid vorgestellt werden. Insgesamt wurden drei wissenschaftliche Beiträge zu Intismeran Autogene für eine Präsentation auf der Veranstaltung angenommen.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte den Phase-3-Ergebnissen zur Behandlung von Patienten mit reseziertem Melanom der Stadien IIB bis IV gelten. Die entsprechenden Daten werden im Rahmen eines Presidential Symposiums präsentiert. Moderna plant zudem für den 24. Oktober einen Webcast für Investoren, in dem das Unternehmen die Ergebnisse ausführlicher erläutern will.

Die bevorstehenden wissenschaftlichen Präsentationen fallen in eine Phase deutlicher Kursbewegungen der Moderna-Aktie. Am Freitag ging das Wertpapier bei 174,30 Euro aus dem Handel. Im Tagesverlauf hatte die Aktie mit 177,12 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht. Der Schlusskurs lag damit rund 1,6 Prozent unter diesem Tageshoch.

Moderna sucht neue Umsatzquellen jenseits des Corona-Geschäfts

Die Onkologie-Pipeline besitzt für die weitere Entwicklung des Konzerns strategische Bedeutung. Moderna beschäftigt sich dabei unter anderem mit personalisierten Krebsimpfstoffen und Kombinationstherapien. Die Partnerschaft rund um Intismeran und Keytruda gehört zu den Projekten, mit denen das Unternehmen sein Produktportfolio über Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten hinaus verbreitern will.

Die vollständige Präsentation der klinischen Ergebnisse kann Investoren zusätzliche Informationen über Wirksamkeit, Sicherheit und weitere Entwicklungsmöglichkeiten des Programms liefern. Für die wirtschaftliche Einordnung bleiben neben den Studiendaten allerdings auch weitere Faktoren relevant, darunter mögliche regulatorische Schritte und die weitere klinische Entwicklung.

Der Branchentreff in Madrid und der für den 24. Oktober angekündigte Investoren-Webcast gehören damit zu den nächsten wichtigen Terminen für die Onkologie-Pipeline des Unternehmens.

Aktienverkäufe von Moderna-Präsident Hoge folgen festgelegtem Handelsplan

Neben den Fortschritten in der Produktentwicklung wurden zuletzt auch Wertpapiertransaktionen aus der Führungsebene gemeldet. Nach einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC veräußerte Moderna-Präsident Stephen Hoge Mitte September Aktien des Unternehmens.

Die Verkäufe standen den Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Ausübung von Aktienoptionen. Entscheidend für die Einordnung der Transaktionen ist dabei der bereits zuvor festgelegte Ablauf: Die Verkäufe erfolgten über einen automatisierten Handelsplan nach Rule 10b5-1, den Hoge im Juni eingerichtet hatte.

Solche Handelspläne ermöglichen es Führungskräften, Aktienverkäufe im Voraus nach bestimmten Bedingungen festzulegen. Die gemeldeten Transaktionen erfolgten somit im Rahmen eines bereits Monate zuvor eingerichteten Plans.

Während Moderna seine Produktpipeline über das frühere Pandemiegeschäft hinaus erweitert, konzentrieren sich die kommenden Unternehmensereignisse vor allem auf Intismeran. Mit den Präsentationen auf dem ESMO-Kongress und der anschließenden Erläuterung der Daten am 24. Oktober stehen neue Informationen zu einem der fortgeschrittenen Onkologieprogramme des Biotechnologiekonzerns bevor.

Bn-Redaktion/aw
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