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Tesla Semi rollt los

Jetzt sollen 50.000 Lkw kommen 27.09.2026, 13:39 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Tesla Semi rollt los: Jetzt sollen 50.000 Lkw kommen
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Großauftrag über bis zu 2.500 Tesla Semi sorgt für Volumen

Passend zum Start der Kundenauslieferungen kann Tesla bereits auf einen bedeutenden Auftrag aus der Logistikbranche verweisen. Die Allianz ZET SCALE hat Tesla als Hauptlieferanten für einen Flottenauftrag über bis zu 2.500 schwere Elektro-Lkw der Klasse 8 ausgewählt. Bekannt gegeben wurde die Vereinbarung am Mittwoch.

Die Fahrzeuge sollen dabei nicht unmittelbar von den einzelnen Transportunternehmen gekauft werden. Stattdessen ist vorgesehen, dass ZET Financial die Zugmaschinen erwirbt und anschließend an die beteiligten Transport- und Frachtunternehmen verleast. Die ersten Tesla Semi aus dieser Vereinbarung sollen im vierten Quartal 2026 ausgeliefert werden.

Neben den Fahrzeugen rückt auch die erforderliche Ladeinfrastruktur stärker in den Mittelpunkt. Tesla wird an drei neuen Depots von Forum Mobility in Kalifornien öffentliche Megacharging-Stationen betreiben. Nach Angaben des Infrastrukturunternehmens sollen die Standorte zusammen eine Ladekapazität von 30 Megawatt für schwere Nutzfahrzeuge bereitstellen. Damit umfasst Teslas Vorstoß in den elektrischen Schwerlastverkehr nicht nur die Produktion der Lkw, sondern auch einen Teil der für den kommerziellen Betrieb erforderlichen Energieinfrastruktur.

Tesla-Aktie verliert 1,5 Prozent - Analysten blicken auf Bewertung und Ertragskraft

An der Börse löste der Start der Semi-Auslieferungen zunächst keine positive Kursreaktion aus. Die Tesla-Aktie beendete den Freitagshandel mit einem Rückgang von 1,5 Prozent bei 327,00 Euro. Seit Beginn des Jahres summiert sich das Minus damit auf 17 Prozent.

Medienberichten zufolge wurde die Aktie am Freitag unter anderem durch eine Kurszielsenkung von BNP Paribas Exane belastet. Gleichzeitig beschäftigen sich Marktbeobachter weiterhin mit der Bewertung des Unternehmens und der Frage, welchen kurzfristigen Beitrag neue Produktlinien zur Ertragsentwicklung leisten können.

UBS-Analyst Joseph Spak hatte seine Einschätzung für die Tesla-Aktie am Donnerstag unverändert auf "Neutral" belassen. Sein Kursziel bestätigte er bei 385 US-Dollar. Damit stehen neben dem Hochlauf des Semi auch andere neue Geschäftsbereiche und Produkte im Blickpunkt, deren wirtschaftlicher Beitrag sich erst noch deutlicher in den Unternehmenszahlen zeigen muss.

FSD unter Beobachtung - Cybercab-Frist und Roadster-Premiere rücken näher

Während Tesla mit dem Semi einen weiteren Fahrzeugbereich erschließt, bleiben die Technologien für automatisiertes Fahren ein wichtiges Thema für Behörden und Tester. In Europa erhielt das Full Self-Driving-System, kurz FSD, am 21. September eine vorläufige Genehmigung in der Tschechischen Republik. Zuvor waren unter anderem Sicherheitsaspekte sowie die Überwachung des Fahrers untersucht worden.

Gleichzeitig gibt es kritische Testergebnisse. Reuters berichtete am Donnerstag über Untersuchungen der belgischen Verkehrssicherheitsorganisation Johanna.be. Dem Bericht zufolge soll das überwachte FSD-System bei den Tests mehrfach Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet und unzulässige Überholmanöver gegenüber Radfahrern eingeleitet haben.

Auch in den USA beschäftigen sich Behörden weiter mit Tesla-Technologien. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA setzte dem Unternehmen am 15. September im Rahmen einer laufenden Untersuchung eine Frist bis zum 30. September. Tesla soll darlegen, ob temporäre Steuerungselemente für menschliche Fahrer zur Konformitätsgrundlage der Selbstzertifizierung des Cybercab gehörten.

Damit folgen für Tesla mehrere relevante Termine in kurzer Folge. Nur einen Tag nach Ablauf der NHTSA-Frist steht bereits die nächste Produktpräsentation auf dem Kalender. Tesla-CEO Elon Musk hatte angekündigt, am 1. Oktober die neue Generation des Roadster zu enthüllen. Während der Semi damit nach jahrelanger Vorlaufzeit erstmals bei einer Kundengruppe ankommt, richtet sich der Blick bereits auf das nächste Fahrzeugprojekt des Konzerns.

Bn-Redaktion/aw
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