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Nel ASA dreht auf

Auftragseingang explodiert plötzlich! 27.02.2026, 12:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Wasserstoff
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NEL ASA 0,2065 EUR +2,61 % Baader Bank

Hohe Abschreibungen drücken das Ergebnis deutlich ins Minus

Die jüngsten Quartalszahlen von Nel ASA sorgten zunächst für Stirnrunzeln. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist meldete für das vierte Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von rund 21 Prozent auf 330 Millionen NOK. Noch deutlicher fiel der Blick auf das Nettoergebnis: Der Verlust weitete sich massiv auf 870 Millionen NOK aus, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Minus von 64 Millionen NOK angefallen war.

Der kräftige Ergebniseinbruch ist jedoch vor allem auf nicht-operative Effekte zurückzuführen. Nel verbuchte Sonderabschreibungen in Höhe von 799 Millionen NOK. Diese betreffen in erster Linie ältere Produktionsanlagen für alkalische Elektrolyseure sowie immaterielle Vermögenswerte. Das Unternehmen nutzt die Gelegenheit, seine Bilanz zu bereinigen und Altlasten konsequent abzuschreiben. Strategisch richtet sich der Konzern damit klar auf die nächste Technologiegeneration aus.

Operativ zeigt sich ein stabileres Bild, als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Das EBITDA lag bei minus 36 Millionen NOK und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die operative Entwicklung blieb somit weitgehend konstant, während die bilanziellen Sondereffekte das Nettoergebnis verzerrten.

Auftragseingang mit starkem Comeback nach schwachem Vorquartal

Für die positive Reaktion an der Börse war jedoch ein anderer Faktor entscheidend: das Auftragsbuch. Mit einem Auftragseingang von 686 Millionen NOK erzielte Nel das zweitbeste Quartal der Unternehmensgeschichte. Nach dem nahezu vollständigen Einbruch der Bestellungen im dritten Quartal markiert dies eine deutliche Trendwende.

Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 1,3 Milliarden NOK. Maßgeblich dazu beigetragen hat unter anderem ein Großauftrag im Volumen von 50 Millionen US-Dollar für PEM-Elektrolyseure. Zusätzlich sorgten Projekte in der Schweiz und Norwegen für Rückenwind. Auffällig ist dabei die klare Nachfrage nach standardisierten Container-Lösungen. Der Markt scheint aktuell weniger komplexe, maßgeschneiderte Großanlagen zu favorisieren, sondern setzt verstärkt auf modular aufgebaute, schneller implementierbare Systeme.

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Kunden angesichts unsicherer Investitionsbedingungen verstärkt auf skalierbare und kalkulierbare Lösungen setzen. Für Nel eröffnet das Chancen, da standardisierte Produkte tendenziell effizienter produziert und ausgerollt werden können.

Milliarden-Liquidität und Fokus auf die nächste Technologiegeneration

Finanziell verfügt Nel Asa weiterhin über solide Reserven. Die Liquidität liegt bei über 1,6 Milliarden NOK. Dieses Polster soll gezielt in den Ausbau des Werks in Herøya fließen. Unterstützt durch Mittel aus dem EU-Innovationsfonds investiert das Unternehmen in die nächste Generation druckbeaufschlagter alkalischer Elektrolyseure.

Der kommerzielle Start der neuen Produktionslinie ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen. Industrielle Auslieferungen sollen ab 2027 beginnen. Bis dahin kommt es entscheidend darauf an, die vorhandenen Aufträge effizient abzuarbeiten und die Transformation technologisch wie operativ umzusetzen.

Mit dem deutlich verbesserten Auftragseingang und einem angewachsenen Auftragsbestand verschiebt sich der Fokus nun von der reinen Verlustbetrachtung hin zur Frage, wie konsequent Nel die strategische Neuausrichtung umsetzen kann. Die jüngsten Zahlen zeigen ein Unternehmen im Übergang: bilanziell bereinigt, technologisch neu ausgerichtet und mit einem Auftragsbuch, das nach längerer Schwächephase wieder Substanz aufweist.

Bn-Redaktion/aw
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