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Nel ASA

Neuer Wasserstoff-Deal sorgt für Hoffnung 10.09.2026, 13:52 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Nel ASA: Neuer Wasserstoff-Deal sorgt für Hoffnung
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Symbolbild von Sergei Gussev auf Pexels

Aberdeen wird zum neuen Baustein der Nel-Produktionskette

Im schottischen Aberdeen errichtet Hydrasun die erste Anlage des Landes für die Montage und Integration von Elektrolyseuren. Vorgesehen ist, dort die MC-Series-Systeme von Nel in den Konfigurationen mit 1,25 Megawatt und 2,5 Megawatt zusammenzubauen.

Die Produktion der Stacks, die zu den technologisch entscheidenden Komponenten der Elektrolyseure gehören, bleibt dagegen im Nel-Werk in Wallingford im US-Bundesstaat Connecticut. Das neue Modell sieht somit eine klare Arbeitsteilung vor: Die Kerntechnologie wird weiterhin in den USA gefertigt, während Montage und Integration für den europäischen Markt näher an den jeweiligen Projekten stattfinden können.

Unterstützung erhält das Vorhaben von der schottischen Regierung. Aus dem Just Transition Fund fließen 1,9 Millionen Pfund in das Projekt. Nach den bisherigen Planungen sollen durch die neue Anlage bis zu zwölf zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig werden elf bereits vorhandene Stellen bei Hydrasun gesichert.

Hydrasun beschäftigt insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter in fünf Ländern und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Die Elektrolyseur-Montage erweitert das Geschäft des Unternehmens um einen weiteren Bereich mit direktem Bezug zur Energiewende.

Nel regionalisiert die Endmontage - die Kerntechnologie bleibt in den USA

Für Nel besitzt die Vereinbarung vor allem strategische Bedeutung. Anstatt vollständig montierte Systeme aus den USA nach Europa zu transportieren, kann die Endintegration künftig durch einen regionalen Partner erfolgen. Dadurch rückt ein Teil der Wertschöpfung näher an europäische Wasserstoffprojekte.

Insbesondere für Großbritannien und die Nordsee-Region könnte die neue Struktur die operative Nähe zu Kunden verbessern und Transport- sowie Lieferprozesse vereinfachen. An der grundsätzlichen technologischen Aufgabenteilung ändert sich jedoch nichts: Nel produziert die Stacks weiterhin in Connecticut, während Hydrasun die Systeme in Aberdeen montiert und integriert.

Der Rahmenvertrag trifft auf eine Phase, in der Nel Asa zwar über einen umfangreichen Auftragsbestand verfügt, gleichzeitig aber vor der Aufgabe steht, das operative Geschäft nachhaltig profitabel zu gestalten. Hinzu kommt die weiterhin offene Führungsfrage. Seit mehr als einem Monat ist die Nachfolge auf dem CEO-Posten ungeklärt. Damit stehen neben den operativen Projekten auch die künftige Unternehmensführung und die Entwicklung der Profitabilität im Fokus des Kapitalmarkts.

Nel-Aktie reagiert kaum: Abstand zum Jahreshoch bleibt groß

Eine deutliche Reaktion auf die Hydrasun-Vereinbarung blieb an der Börse zunächst aus. Die Nel-Aktie notiert bei 0,1944 Euro. Gegenüber dem im Mai erreichten 52-Wochen-Hoch von 0,3655 Euro entspricht dies einem Abstand von rund 47 Prozent.

Damit zeigt sich, dass die neue Partnerschaft allein bislang keine wesentliche Neubewertung am Kapitalmarkt ausgelöst hat. Im Vordergrund stehen weiterhin grundlegende Fragen zur Ertragsentwicklung und zur künftigen Führung des Unternehmens.

Welche wirtschaftliche Bedeutung die Kooperation tatsächlich erreicht, dürfte insbesondere davon abhängen, wie schnell die neue Anlage in Aberdeen ihren Betrieb aufnimmt und welches Projektvolumen anschließend über den Standort abgewickelt wird. Der Rahmenvertrag schafft dafür zunächst die organisatorische Grundlage: Nel behält die Fertigung seiner Kerntechnologie in den USA und erhält gleichzeitig einen Partner für die Montage und Integration seiner MC-Series-Elektrolyseure in Europa.

Bn-Redaktion/aw
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