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Rüstungsaktie

Rheinmetall erholt sich nach JPMorgan-Schock 10.09.2026, 13:31 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rüstungsaktie: Rheinmetall erholt sich nach JPMorgan-Schock
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Rheinmetall 1.013,00 EUR +0,48 % Tradegate

Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag zeitweise auf knapp 989 Euro gefallen und hat damit die psychologisch wichtige Marke von 1.000 Euro unterschritten. Auslöser war die Einstufung durch die US-Großbank JPMorgan auf die sogenannte Negative-Catalyst-Watch-Liste. Inzwischen hat sich das Papier wieder über 1.000 Euro erholt, liegt im laufenden Jahr jedoch gut 36 Prozent im Minus.

JPMorgan zweifelt an künftigen Margen

Die US-Großbank JPMorgan geht skeptisch in den Kapitalmarkttag von Rheinmetall im November. Im Mittelpunkt der Bedenken steht eine drohende Verschiebung des Umsatzmixes: Statt klassischer Produkte wie Munition und bemannter Landfahrzeuge – die vergleichsweise hohe Margen aufweisen – dürfte der Konzern künftig mehr Umsatz mit sogenannten neuen Produkten wie Drohnen, autonomen Waffensystemen und Weltraumtechnologie erzielen. Da diese häufig aus Gemeinschaftsunternehmen stammen, könnte sich das negativ auf die Konzernergebnisse auswirken. Die fundamentale Einstufung bleibt bei JPMorgan unverändert auf „Neutral".

In der BörsenNEWS-Community spiegelt sich die angespannte Stimmung wider:

Ich würde einfach mal sagen der derzeitige Kursverlauf ist ein Schuss vor den Bug von RHM. Die Zeiten als der Kurs einfach gestiegen ist egal wann man gekauft hat, sind vorbei! Willkommen an der Börse. Jetzt muss sich der Laden beweisen.

Politischer Gegenwind belastet den Sektor

Zusätzlichen Druck erzeugt das politische Umfeld: Die wachsende Stärke der AfD – die als russlandnah gilt und auf eine Annäherung an Moskau setzt – schürt an den Märkten Sorgen um die Kontinuität der deutschen Rüstungsinvestitionen, die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 deutlich gestiegen waren.

Schwedischer Auftrag geht an US-Konzern

Weiteren Gegenwind erhält Rheinmetall durch die Vergabe eines großen schwedischen Rüstungsauftrags an den US-Konzern Lockheed Martin. Das nordische Land rüstet seit seinem NATO-Beitritt im März 2024 intensiv auf – das Geschäft geht jedoch nicht nach Düsseldorf. Einen deutlich kleineren Erfolg konnte Rheinmetall hingegen verbuchen: Die amerikanische Beschaffungsbehörde Defense Logistics Agency erteilte dem Konzern einen Auftrag über 7,28 Millionen US-Dollar für zwölf autonome Bodenfahrzeuge für das US Marine Corps.

Bn-Redaktion/sb
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