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Novartis’ neue Ära

Zwischen Herzpillen und RNA-Hoffnung 28.10.2025, 11:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Novartis’ neue Ära: Zwischen Herzpillen und RNA-Hoffnung
© Symbolbild von Roberto Soring auf Unsplash
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Novartis 124,36 EUR +0,05 % Lang & Schwarz

Quartalszahlen mit Licht und Schatten

Im dritten Quartal 2025 erzielte Novartis einen Umsatz von 13,9 Milliarden USD, ein Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn hingegen sank um 8 % auf 2,3 Milliarden USD, womit das Unternehmen die Analystenerwartungen von 2,5 Milliarden USD knapp verfehlte.
Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 1,18 USD – unter dem Konsens von 1,25 USD.

Der Hauptgrund: Der Verlust des Entresto-Patents in mehreren Kernmärkten. Das Herz-Kreislauf-Medikament, das 2024 noch rund 5 Milliarden USD Umsatz generierte, sieht sich nun wachsender Konkurrenz durch Generika ausgesetzt. Laut MSN Finance wird der Umsatz mit Entresto 2026 auf etwa 2,5 Milliarden USD sinken.

CEO Vas Narasimhan räumte in einem Interview mit Invezz ein, dass „der Druck auf bestehende Blockbuster zunimmt“, betonte aber zugleich die „robuste Pipeline und klare Wachstumsstrategie im Bereich innovativer Therapien“.

Milliardendeal mit Avidity Biosciences

Parallel zu den Quartalszahlen kündigte Novartis den Kauf von Avidity Biosciences an – einem kalifornischen Biotech-Unternehmen, das sich auf RNA-basierte Medikamente spezialisiert hat.
Der Kaufpreis: 12 Milliarden USD in bar. Damit will Novartis gezielt die Pipeline in Bereichen wie neuromuskuläre Erkrankungen und Gentherapie stärken.

Die Übernahme erfolgt zu einem Aufschlag von rund 70 % auf den letzten Schlusskurs von Avidity und markiert eine der größten Akquisitionen in der Unternehmensgeschichte seit dem AveXis-Deal 2018.
Analysten bewerten den Schritt positiv: Jefferies sprach von einem „mutigen, aber strategisch sinnvollen Schritt“, während Chardan Research das Papier aufgrund kurzfristiger Integrationskosten von „Buy“ auf „Neutral“ herabstufte.

Novartis rechnet mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 5 Milliarden USD jährlich durch neue RNA-Produkte ab 2029.

Pipeline, Forschung und Märkte

Neben RNA setzt Novartis verstärkt auf Onkologie und Immuntherapie. Der Umsatz im Krebsbereich wuchs im dritten Quartal um 7 %, getrieben durch Medikamente wie Kisqali und Pluvicto.
Auch das Ophthalmologiegeschäft bleibt stark: Das Mittel Beovu erzielte ein Umsatzplus von 11 %, nachdem frühere Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden konnten.

Auf der Kostenseite senkte Novartis die operativen Aufwendungen um 5 %, was die Marge leicht stabilisierte. Die operative Gewinnmarge blieb bei 30,2 %, was trotz Gegenwind als solide gilt.
Die Jahresprognose wurde bestätigt: Der Umsatz soll 2025 um 4–5 % steigen, der bereinigte Gewinn um bis zu 6 %.

Analysten und Bewertung

Mit einem KGV von 14,6 liegt Novartis deutlich unter dem Branchendurchschnitt (ca. 19) – was die Aktie fundamental attraktiv macht.
Allerdings verweisen Marktbeobachter auf den anhaltenden Druck durch Generika und hohe Integrationskosten aus der Avidity-Übernahme.
UBS sieht das Kursziel bei 115 EUR, Barclays bleibt mit 120 EUR leicht optimistisch. Das Sentiment bleibt gemischt: langfristig positiv, kurzfristig volatil.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum wird intensiv diskutiert.
Ein Nutzer schreibt: „Kurzfristig ist Entresto ein Problem, aber die RNA-Schiene ist ein Gamechanger. Novartis denkt langfristig.“
Ein anderer meint: „12 Milliarden für Avidity sind happig. Hoffentlich kein teures Experiment.“
Viele Anleger loben die Forschungsausrichtung, sehen aber die Gewinnentwicklung skeptisch.
Der Tenor: Fundamental stark, aber Geduld gefragt.

Fazit

Mit einem Kurs von 107 EUR steht Novartis an einer Weggabelung: Der Verlust alter Blockbuster trifft auf neue wissenschaftliche Ambitionen.
Die milliardenschwere RNA-Offensive könnte mittelfristig die Wachstumsbasis sichern – vorausgesetzt, Integration und Pipeline liefern wie geplant.
Kurzfristig bleibt das Umfeld schwierig, doch die langfristige Story der Transformation von einem klassischen Pharma- zu einem Biotech-getriebenen Konzern ist intakt.

Bn-Redaktion/pl
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