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Plug Power

Dieses Versprechen wird jetzt zum Test 17.09.2026, 12:40 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Plug Power: Dieses Versprechen wird jetzt zum Test
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Dieses Versprechen könnte zum entscheidenden Test werden

Plug Power will den operativen Neustart schaffen und versucht, den Kapitalmarkt von den Fortschritten zu überzeugen. Am 10. September präsentierten CEO Jose-Luis Crespo und Vice President Investor Relations Roberto Friedlander auf der Renewables & Clean Energy Conference von Jefferies in New York die strategische Ausrichtung des Wasserstoffspezialisten. Dabei rückte vor allem eine Frage in den Mittelpunkt: Kann Plug Power nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre mit belastbaren Geschäftszahlen zeigen, dass sich die operative Entwicklung tatsächlich stabilisiert?

Das Management richtet den Blick auf Wachstum, Kostendisziplin und eine Verbesserung der Profitabilität. Gleichzeitig steht das Unternehmen vor der Aufgabe, das Vertrauen von Investoren mit konkreten Ergebnissen zurückzugewinnen. Einen ersten Hinweis darauf lieferten die Zahlen des zweiten Quartals 2026.

178 Millionen US-Dollar Umsatz und deutlich weniger Barmittelverbrauch

Plug Power erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 178 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig erreichte die Bruttomarge ungefähr das Breakeven-Niveau. Besonders relevant ist die Entwicklung beim Barmittelverbrauch: Der Netto-Barmittelverbrauch wurde auf rund 61 Millionen US-Dollar begrenzt.

Für Plug Power ist diese Entwicklung von großer Bedeutung. Das Unternehmen stand über längere Zeit wegen seines hohen Kapitalbedarfs unter Druck. Hohe operative Ausgaben trafen auf ausbleibende Profitabilität und machten die Finanzierung des weiteren Wachstums zu einem zentralen Thema.

Die jüngsten Zahlen deuten zumindest darauf hin, dass das Management die Kosten inzwischen stärker kontrolliert. Gleichzeitig setzt Plug Power weiterhin auf steigende Erlöse. Für das Gesamtjahr 2026 wurde die Prognose für das Umsatzwachstum auf 15 bis 16 Prozent angehoben.

Unterstützung erhält diese Wachstumsstory auch aus dem Material-Handling-Geschäft. Vor rund drei Wochen wurde bekannt, dass die beiden größten Kunden in diesem Bereich innerhalb der kommenden drei Jahre mehr als 20.000 GenDrive-Einheiten ersetzen wollen. An der Börse führte die Nachricht bislang jedoch nicht zu einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung: Seitdem gab die Plug-Power-Aktie um 5,1 Prozent nach.

Die Verlustrechnung bleibt der entscheidende Prüfstein

Steigende Umsätze allein lösen das grundlegende Problem des Wasserstoffunternehmens nicht. Entscheidend ist, ob Plug Power gleichzeitig seine Verluste nachhaltig reduzieren kann. In der Vergangenheit wurden positive Umsatzentwicklungen wiederholt von hohen laufenden Aufwendungen überlagert.

Für das dritte Quartal 2026 erwarten Analysten Medienberichten zufolge im Durchschnitt einen Verlust von 0,07 US-Dollar je Aktie. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei 0,12 US-Dollar je Aktie gelegen. Sollte diese Erwartung erreicht werden, würde dies zumindest eine deutliche Verringerung des Verlusts gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeuten.

Noch stärker dürfte sich die Aufmerksamkeit allerdings auf das Schlussquartal richten. Das Management hat für das vierte Quartal 2026 ein positives EBITDAS in Aussicht gestellt. Damit hat sich Plug Power selbst einen klaren operativen Meilenstein gesetzt.

Gerade nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre besitzt diese Zielmarke besondere Bedeutung. Ein positives EBITDAS würde zeigen, dass Umsatzwachstum und Kostendisziplin erstmals auf dieser bereinigten operativen Ebene zusammenwirken. Eine Verfehlung des angekündigten Ziels könnte dagegen neue Fragen hinsichtlich des Zeitplans für die angestrebte Verbesserung der Profitabilität aufwerfen.

Jetzt müssen den Ankündigungen belastbare Zahlen folgen

Die Ausgangslage für die kommenden Quartale ist damit klar umrissen. Auf der einen Seite stehen rund 178 Millionen US-Dollar Quartalsumsatz, eine Bruttomarge auf Breakeven-Niveau, ein Netto-Barmittelverbrauch von rund 61 Millionen US-Dollar und die auf 15 bis 16 Prozent angehobene Wachstumsprognose. Auf der anderen Seite muss Plug Power weiterhin zeigen, dass sich diese Fortschritte dauerhaft in einer verbesserten Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung niederschlagen.

Der Kapitalmarkt bleibt bislang zurückhaltend. Die Aktie notiert aktuell bei 1,80 Euro und verzeichnet ein Tagesplus von 1,8 Prozent. Gegenüber ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegt sie weiterhin rund 16 Prozent niedriger.

Damit richtet sich der Blick zunehmend auf die nächsten Quartalsberichte. Insbesondere das für das vierte Quartal angekündigte positive EBITDAS macht das Jahresende 2026 zu einem wichtigen Termin für Plug Power. Nach mehreren Jahren mit hohen Verlusten und erheblichem Barmittelverbrauch werden die tatsächlich ausgewiesenen Geschäftszahlen darüber Aufschluss geben, wie weit die operative Stabilisierung des Wasserstoffkonzerns inzwischen fortgeschritten ist.

Bn-Redaktion/aw
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