Anzeige
+++Zwei kanadische Investmentbanken covern diese Aktie: Beide stufen sie mit Buy ein+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Quartalsbericht

Gerresheimer springt vor Zahlentermin an 28.09.2026, 18:52 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Gerresheimer 27,57 EUR +5,51 % L&S Exchange
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Gerresheimer-Aktien sind am Montag um rund 5,2 Prozent auf 27,50 Euro gestiegen. Zwei Tage vor einem wichtigen Berichtstermin rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, ob der Düsseldorfer Verpackungsspezialist nach Monaten der Unsicherheit wieder belastbare Zahlen liefern kann. Unter Investoren hellt sich der Ton etwas auf.

Erholung nach wochenlangem Abgabedruck

In der Vorwoche hatte das Papier noch rund 3 Prozent verloren und bei 26,04 Euro geschlossen. Vom Jahrestief bei gut 16 Euro ist der Kurs inzwischen weit entfernt, auf Sicht von zwölf Monaten steht aber weiterhin ein Minus von gut einem Fünftel. Belastet haben zuletzt vor allem die schwache Profitabilität und die hohe Verschuldung: Im ersten Quartal sank die bereinigte EBITDA-Marge von 15,7 auf 12,6 Prozent, im Segment Moulded Glass schrumpfte das EBITDA von 32 auf 6 Millionen Euro.

Auf Aktionärsseite wird der Kurssprung eher nüchtern gelesen. Seit der Hauptversammlung Anfang September habe tagsüber immer wieder Verkaufsdruck auf der Aktie gelastet; womöglich sei schlicht ein größerer Abgeber weggefallen, sodass zunächst nur eine technische Gegenreaktion vorliege. Als ermutigend werten mehrere Anleger, dass Leerverkäufer ihre Positionen seit Monaten schrittweise zurückfahren. Aus charttechnischer Sicht wird zudem auf die zurückeroberte 50-Tage-Linie verwiesen. Der Grundton: vorsichtig optimistisch, aber ohne Euphorie.

Doppelter Berichtstag am Mittwoch

Gerresheimer hat für Mittwoch, den 30. September, die Veröffentlichung des finalen Berichts zum ersten Quartal angekündigt. Laut Finanzkalender ist für 15 Uhr zudem eine Telefonkonferenz zu den vorläufigen Ergebnissen des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres angesetzt. Das Geschäftsjahr des Konzerns endet im November.

Die Art der Ankündigung stößt unter Aktionären auf Kritik: Unterschiedliche Angaben in Pflichtmitteilung und Finanzkalender sorgten zunächst für Rätselraten, ob am Mittwoch nur das erste oder auch das zweite Quartal auf der Agenda steht. Mit jeder weiteren Kommunikationspanne werde es schwerer, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, lautet der Einwand. Zugleich überwiegt die Erleichterung darüber, dass überhaupt wieder aktuelle Zahlen kommen.

Ja, in das Bilanz-Chaos scheint man nun - zumindest was das Reporting angeht - etwas Klarheit zu bekommen. Die trübe Sicht klärt sich auf. Das sagt noch nichts darüber aus, ob die Zahlen gut oder schlecht sind, aber zumindest hat man nun endlich welche.

Entsprechend verhalten fallen die Erwartungen an den Inhalt aus: Der Markt könne vorerst kaum etwas einpreisen, solange die Zahlen nicht vorliegen. Dass auf die Prognoseanpassung im Juni keine weitere Ad-hoc-Mitteilung zur Jahresprognose gefolgt ist, wird allerdings als positives Signal gedeutet.

Centor-Verkauf als Schlüssel

Neben den Zahlen dürften am Mittwoch die offenen Baustellen im Fokus stehen. Im Juli hatte Gerresheimer vereinbart, das US-Geschäft Centor sowie die Sparte Primary Packaging Plastics für rund 1,5 Milliarden Euro an von Apax Partners beratene Fonds zu verkaufen; Centor soll noch 2026 den Besitzer wechseln. Die Erlöse sollen die Nettofinanzschulden von rund zwei Milliarden Euro senken. Nach früheren Angaben waren zudem bis Ende September rund 870 Millionen Euro an Fremdkapital zu refinanzieren. Parallel prüft die Finanzaufsicht BaFin seit März mögliche Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften, und nach dem Abgang von Vorstandschef Röhrhoff führt eine Doppelspitze um Finanzchef Wolf Lehmann den Konzern.

Aus Anlegersicht wäre ein gemeldeter Abschluss des Centor-Verkaufs das wichtigste Signal der Woche. Verbreitet ist die Erwartung, dass er zusammen mit den Zahlen am Mittwoch kommen könnte. Solange Refinanzierung, BaFin-Prüfung und Führungsfrage offen seien, dürften institutionelle Investoren allerdings Abstand halten, heißt es einschränkend. Die fehlende Besetzung des Chefpostens wird dagegen nicht als Nachteil gesehen: In der aktuellen Phase zähle Stabilität mehr als ein neuer Vorstandschef mit Expansionsplänen. Die Anleger-Stimmung pendelt damit zwischen Hoffnung auf einen Wendepunkt und dem Bewusstsein, dass der Konzern noch nicht über den Berg ist.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,73
Hebel: 4,43
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GN1ZCB. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

19:01 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:57 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:46 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:40 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:31 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:25 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:19 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

18:15 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer