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Renk-Aktie

37 Prozent im Minus – jetzt wird es kritisch 12.10.2026, 11:20 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild Renk
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Midjourney
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Name Aktuell Diff. Börse
RENK Group 34,09 EUR -0,84 % Lang & Schwarz
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Millionenauftrag verpufft an der Börse

Operativ kann Renk weiterhin neue Aufträge verbuchen. Zuletzt erhielt der Augsburger Getriebespezialist von Patria einen Folgeauftrag über 30 Millionen Euro für Getriebe der Fahrzeugfamilie TRACKX. Die Auslieferungen sollen 2027 beginnen. Auch insgesamt ist die Nachfrage hoch: Im ersten Halbjahr erreichte der Auftragseingang mit gut 1,2 Milliarden Euro einen Rekordwert. Der Auftragsbestand kletterte auf rund 7,4 Milliarden Euro.

BofA senkt Kursziel deutlich

Trotz dieser Entwicklung überwiegen an der Börse derzeit die Zweifel. Die Bank of America stufte Renk auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel von 62,50 auf 42,50 Euro. Dabei wird unter anderem infrage gestellt, ob das derzeitige Produktionsniveau langfristig gehalten werden kann. Auch ein nachlassender Nachfrageboom nach 2030 wird als Risiko gesehen. JPMorgan reduzierte ebenfalls das Kursziel, blieb jedoch bei einer positiven Einschätzung. Jefferies hält derweil an „Buy“ und einem Kursziel von 60 Euro fest.

Aktie deutlich günstiger bewertet

Mit einem erwarteten KGV von rund 21 für 2026 ist Renk inzwischen niedriger bewertet als Rheinmetall und Hensoldt. Der Bewertungsabschlag kommt allerdings nicht ohne Grund. Das Unternehmen wächst langsamer, bei den Margen bestehen Fragezeichen und die Geschäftsentwicklung hängt stark von der Modernisierung bestehender Fahrzeugbestände ab. Hinzu kommen Unsicherheiten für den Rüstungssektor und die langfristige Bedeutung klassischer gepanzerter Fahrzeuge.

Chartbild bleibt angeschlagen

Auch technisch spricht derzeit wenig für eine nachhaltige Trendwende. Nach dem Hoch im Bereich von 85 bis 90 Euro befindet sich die Aktie seit Oktober 2025 im Abwärtstrend. Inzwischen liegt der Kurs mehr als 60 Prozent unter diesem Niveau. Nach dem Bruch der 40-Euro-Marke fiel Renk zuletzt auch aus dem bestehenden Abwärtstrendkanal. Der RSI signalisiert zwar eine überverkaufte Situation, der nächste größere Unterstützungsbereich liegt jedoch erst um 30 Euro.

November wird zum Härtetest

Am 21. Oktober steht zunächst ein Pre-Close-Call an, bevor am 5. November die Neunmonatszahlen folgen. Dann dürfte vor allem entscheidend sein, ob Renk die hohen Auftragseingänge tatsächlich in Umsatz und profitables Wachstum umwandeln kann. Bei einem erwarteten Jahresumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro steht damit insbesondere die Entwicklung von Margen, Produktionskapazitäten und Jahreszielen im Fokus.

Bn-Redaktion/js
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