Anzeige
++++++ Nach 600 % mit Moderna!: Cardiol Therapeutics vor Neubewertung! Analysten sehen massives Kurspotential ++++++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Sparkurs und AfD-Streit

BMW kehrt Pariser Autosalon den Rücken 12.10.2026, 10:42 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Sparkurs und AfD-Streit: BMW kehrt Pariser Autosalon den Rücken
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© BörsenNEWS.de
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BMW 53,38 EUR -0,47 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Wenn am Dienstag in Paris der Autosalon seine Tore öffnet, fehlt ein bekannter Name: BMW und Mini haben ihre Teilnahme gestrichen. Der Rückzug ist Teil des verschärften Sparkurses, den der Münchner Konzern nach seiner Gewinnwarnung im Juni eingeschlagen hat. Die Aktie startete mit leichten Aufschlägen in die Woche, hat diese aber weitgehend wieder abgegeben und notiert mit 53,53 Euro nur noch knapp 0,1 Prozent im Plus – rund 2 Prozent über dem Tief der vergangenen zwölf Monate. Zusätzlich steht der Konzern wegen einer zurückgezogenen Leasing-Zusage an einen AfD-Politiker im Fokus.

Gewinnwarnung zwingt zum Messe-Verzicht

Noch im Januar hatte BMW die Präsenz in Paris bestätigt, im Sommer folgte die Absage. Die Schau vom 13. bis 18. Oktober wäre eine Bühne für die Neue Klasse gewesen, etwa für den elektrischen iX3. Doch im Juni hatte BMW die Prognose für 2026 drastisch gekappt: Die operative Marge im Autogeschäft soll nur noch 1 bis 3 Prozent erreichen statt der zuvor angepeilten 4 bis 6 Prozent. Als Gründe nannte der Konzern den Einbruch auf dem chinesischen Automarkt und die Folgen des Nahost-Konflikts, der Energie verteuert und die Kauflaune dämpft. Spar- und Effizienzprogramme werden seither beschleunigt, was das Ergebnis im zweiten Halbjahr einmalig belasten dürfte.

Aus Anlegersicht ist die Diagnose klar: Der Preiskampf in China und hohe Investitionen in die E-Mobilität drückten auf die Marge. Die Hoffnung richtet sich deshalb auf den Hochlauf der neuen Plattform.

Bleibt das Auftragsvolumen stark, könnte die abgesenkte Fixkostenbasis ab 2027 den entscheidenden Margen-Turnaround liefern.

Der Sparkurs wird damit eher als notwendige Durststrecke denn als Alarmsignal gelesen. Für schnelle Kurssprünge bleibe wenig Raum, heißt es – der Ton ist geduldig-abwartend.

Leasing-Absage an AfD-Landtagspräsidenten entfacht Debatte

Für Schlagzeilen sorgt BMW derzeit auch abseits der Bilanz. Der Konzern hat ein Leasingangebot für den Dienstwagen von Tobias Rausch zurückgezogen. Der AfD-Politiker war am 6. Oktober zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt gewählt worden – als erster Vertreter seiner Partei in diesem Amt. Die AfD wird vom Verfassungsschutz in Teilen als rechtsextremistisch eingestuft. Gründe nennt BMW nicht, zu einzelnen Kundenbeziehungen äußere man sich grundsätzlich nicht. Rausch reagierte mit einem offenen Brief an den Vorstand und stellte darin die Frage, ob politische Überzeugungen darüber entscheiden sollten, mit wem ein deutsches Unternehmen Geschäfte macht.

Der Schritt berührt zugleich einen Teil des eigenen Absatzmarkts: Bei der Landtagswahl im September war die AfD in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft geworden. Auf Aktionärsseite wird entsprechend hitzig diskutiert. Ausgeschlossen werde durch die Entscheidung niemand, lautet ein Einwand – jeder Bürger könne weiterhin einen BMW kaufen. Dem steht die Beobachtung gegenüber, dass Geschäftspartner im Ausland bereits nachfragten, was bei BMW los sei. Vereinzelt ist sogar von Boykott die Rede, während der Wirbel an anderer Stelle als international bedeutungslos abgetan wird. Die Stimmung zu diesem Punkt ist gereizt und tief gespalten.

Fast die Hälfte unter dem Jahreshoch

An der Börse spiegelt sich die Debatte bislang nicht wider. Belastend wirkt vielmehr der operative Druck: Vom Hoch der vergangenen zwölf Monate bei 97,68 Euro hat die Aktie rund 45 Prozent eingebüßt, auf Jahressicht steht ein Minus von etwa einem Drittel. Während der DAX am Montag rund 0,2 Prozent auf gut 25.200 Punkte zulegt, tritt BMW auf der Stelle. Aus Sicht langfristig denkender Anleger sprächen die robuste Bilanz und die nach dem Kursrutsch niedrige Bewertung für Gelassenheit, die Transformationsphase erfordere aber Geduld – solche Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Die Zuversicht bleibt verhalten. Ob der Sparkurs greift, dürfte sich frühestens mit den ersten Neue-Klasse-Zahlen zeigen.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,26
Hebel: 20,54
mit starkem Hebel
Ask: 1,17
Hebel: 4,57
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD9BGK BD7VZG. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

11:20 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

11:17 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

10:31 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

9:51 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 8:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 8:45 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer