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Rückzug aus Russland trifft Jungheinrich – Gewinnprognose bricht ein

Jungheinrich korrigiert 2025‑Prognose nach Russland‑Verkauf – Margendruck im Fokus 22.07.2025, 13:20 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rückzug aus Russland trifft Jungheinrich – Gewinnprognose bricht ein: Jungheinrich korrigiert 2025‑Prognose nach Russland‑Verkauf – Margendruck im Fokus
© Symbolbild Pixabay
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Name Aktuell Diff. Börse
Jungheinrich 24,90 EUR -0,08 % Lang & Schwarz
Kion Group 44,40 EUR +0,85 % Lang & Schwarz
RENK Group 48,04 EUR +5,61 % Lang & Schwarz

Russland-Verkauf mit Folgen fuer Bilanz

Mit dem nun vollzogenen Verkauf der russischen Tochtergesellschaft zieht sich Jungheinrich endgueltig aus dem osteuropaeischen Markt zurueck. Der Transaktionswert blieb dabei deutlich hinter dem Buchwert zurueck, mutmasslich bedingt durch regulatorische Vorgaben vor Ort. Parallel passte der MDAX Konzern seine Ergebnisprognose fuer 2025 an. Der operative Gewinn duerfte deutlich unter den bisherigen Erwartungen liegen. Auch bei der Kapitalrendite rechnet das Management mit spuerbaren Einbussen.

Stellenabbau und Margendruck belasten

Unabhaengig vom Russland Rueckzug hatte Jungheinrich zuletzt ein umfassendes Effizienzprogramm angekuendigt. Dieses sieht unter anderem einen signifikanten Stellenabbau vor. Die erwarteten Einmalkosten hierfuer duerften im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen – mit dem Ziel, dauerhaft dreistellige Millionenbetraege einzusparen. Dennoch bleibt unklar, ob die Massnahmen ausreichen, um die strukturellen Belastungen auszugleichen, insbesondere angesichts des anhaltenden Margendrucks in Asien und der GUS Region.

Analysten sehen kurzfristige Belastung

Die unmittelbare Kursreaktion fiel gedämpft aus, nachdem zentrale Eckpunkte bereits im Vorfeld durchgesickert waren. Im Markt wird der Rueckzug aus Russland als strategisch sinnvoll gewertet – kurzfristig jedoch als belastend fuer das Margenprofil. Auch Wettbewerber wie Kion oder Renk stehen angesichts aehnlicher Herausforderungen unter Druck. Die geopolitische Risikoaversion treibt viele Industrieunternehmen zu vergleichbaren Schritten. Ob Jungheinrich die entstehenden Luecken durch neue Wachstumsfelder kompensieren kann, bleibt offen. Die Halbjahreszahlen Anfang August duerften erste Hinweise liefern, ob die strategische Neuausrichtung auch operativ Fruechte traegt – oder ob der Kostendruck weiter ueberwiegt.

Bn-Redaktion/jh
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