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Rüstungsaktie

Hegseth-Lob treibt RENK Group an 16.09.2026, 15:05 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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RENK Group 41,19 EUR -0,87 % Lang & Schwarz

Die Aktie der RENK Group notiert am Mittwochnachmittag mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 41,77 Euro. Rückenwind liefert eine Rüstungsvereinbarung, die US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Mittwoch im Pentagon besiegelten. Die Absichtserklärung zielt darauf ab, den NATO-Bedarf an Waffen, Munition und Ausrüstung künftig verstärkt aus deutscher Produktion zu decken.

Neue NATO-Rüstungspartnerschaft zwischen USA und Deutschland

Bei dem Treffen betonte Hegseth, Deutschland gehe bei den Verteidigungsausgaben mit gutem Beispiel voran und nähere sich der Fünf-Prozent-Vorgabe des Bündnisses. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Ausgaben allein nicht ausreichten: Eine sogenannte NATO 3.0 erfordere auch die aktive Nutzung der deutschen Industriebasis für die gemeinsame Verteidigung. Die unterzeichnete Vereinbarung erweitert die Möglichkeiten für gemeinsame Entwicklung, Produktion und Lizenzfertigung sowie den Aufbau von Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten.

Hintergrund des verstärkten Interesses an deutschen Rüstungskapazitäten ist auch die angespannte Versorgungslage im Konflikt im Nahen Osten: Lenkflugkörper aus US-Produktion sind dort zu einem knappen Gut geworden, was europäische NATO-Verbündete zunehmend unter Druck setzt. Pistorius bekräftigte, dass Deutschland bereitstehe, dort einzuspringen, wo amerikanische Kapazitäten nicht ausreichten.

RENK als Antriebsspezialist im wachsenden Rüstungsmarkt

RENK Group zählt als Hersteller von Getrieben und Antriebssystemen für gepanzerte Militärfahrzeuge zu den Unternehmen, die von einem wachsenden NATO-Rüstungsbedarf profitieren könnten. Das Augsburger Unternehmen liefert Antriebskomponenten für Kampfpanzer und andere schwere Militärfahrzeuge europäischer Hersteller. Steigende Verteidigungsbudgets in Deutschland und Europa dürften für ein strukturell wachsendes Auftragsumfeld im Segment sorgen.

Im Intraday-Handel war die RENK-Aktie zeitweise bis auf ein Tages-Tief von 40,79 Euro zurückgefallen, bevor sie sich bis zum Nachmittag wieder erholte. Auf Jahressicht liegt das Papier deutlich unter den Höchstkursen vom Jahresende 2025.

Rüstungskooperation als Gegenseitigkeitsgeschäft

Die neue Zusammenarbeit soll keine Einbahnstraße bleiben. So bewerben sich deutsche Rüstungskonzerne ihrerseits um US-Aufträge: Rheinmetall bietet für einen US-Heeresauftrag über mehr als 4.000 Schützenpanzer des Typs Lynx an. Deutschland hatte zuletzt selbst mehrere Großbestellungen bei US-Rüstungsunternehmen getätigt, darunter 35 Tarnkappenjets sowie 60 Transporthubschrauber.

Bn-Redaktion/sb
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