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Automobil

Berenberg stuft Stellantis ab und kürzt Ziel 16.09.2026, 13:35 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Stellantis 4,377 EUR -1,50 % Lang & Schwarz

Die Stellantis-Aktie steht am Mittwoch unter Verkaufsdruck: Die Privatbank Berenberg hat ihre Empfehlung für den Automobilkonzern von „Buy" auf „Hold" zurückgestuft und das Kursziel von 7,80 auf 5,10 Euro mehr als halbiert. Der Kurs verliert zuletzt rund 1,2 Prozent auf 4,39 Euro. Auch der gesamte europäische Automobilsektor geriet in den Sog der Abstufung.

Schwacher Margenhebel als Kernproblem

Als zentralen Kritikpunkt führte Berenberg den schwachen operativen Hebel an, den Stellantis bei einer Erholung der Absatzvolumina aufweise. Dies werfe berechtigte Fragen über die künftige Margenentwicklung auf. Zudem könnte der laufende Abbau von Lagerbeständen weitere Bremswirkung beim Absatz entfalten – ein Belastungsfaktor, der die Erholung verzögern dürfte.

BMW und VW mit positiven Voten

Im Rahmen der Branchenstudie vollzog Berenberg einen Empfehlungstausch: Das Kaufvotum für Stellantis wanderte zu BMW. Die Münchner überzeugten trotz struktureller Herausforderungen in China: Nach der Gewinnwarnung vom Juni stünden die Erwartungen vor dem bevorstehenden Kapitalmarkttag auf einer solideren Basis; BMW gelte als fundamental stark und habe den Höhepunkt der Investitionen hinter sich. Als zweiten Titel mit positivem Rating behielt Berenberg Volkswagen auf „Buy" – mit Verweis auf operative Fortschritte, eine solide Produktdynamik und eine in der Branche unterschätzte Lokalisierungsstrategie in China.

Europas Autobauer unter breitem Druck

Die Abstufung belastete den gesamten Sektor: Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts fiel auf ein Tief seit Ende August und rangierte als Schlusslicht in der europäischen Branchenwertung. Berenberg zeichnete ein strukturell herausforderndes Bild: China, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb bei. Für die Branche dürfte sich eine Phase abzeichnen, in der künftig weniger sinkende Gewinnerwartungen das Bild prägten, sondern regulatorische Rahmenbedingungen, Kostensenkungen und Produktdynamiken. Mercedes-Benz, Renault und Porsche AG büßten im Tagesverlauf zwischen rund zwei und vier Prozent ein.

Bn-Redaktion/sb
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