Rüstungsaktien

Europa muss investieren 16.02.2025, 12:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Rheinmetall 1.887,50 EUR -0,53 % Lang & Schwarz
HENSOLDT 90,00 EUR -2,01 % Lang & Schwarz

Rüstungsaktien im Höhenflug: Rheinmetall & Co. profitieren trotz Friedensgesprächen

Münchner Sicherheitskonferenz im Fokus der Märkte

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) rückt mit den jüngsten Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Wladimir Putin ins Zentrum der geopolitischen Aufmerksamkeit. Besonders im Fokus steht die neue Strategie der US-Regierung im Ukraine-Konflikt – und deren Auswirkungen auf die Verteidigungsindustrie.

US-Vizepräsident J.D. Vance forderte Deutschland und Europa auf, mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen. „Europa bleibt ein wichtiger Verbündeter, muss aber künftig eine größere Rolle in der eigenen Verteidigung spielen“, so Vance bei einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Seine anschließende Rede auf der Konferenz lieferte jedoch keine neuen Erkenntnisse zur US-Strategie.

Rüstungsaktien trotzen geopolitischer Unsicherheit

Die Unklarheit über die künftige US-Militärstrategie spiegelt sich in den Aktienkursen der Rüstungsunternehmen wider. Ein Beispiel ist Rheinmetall: Nachdem die Aktie am Vortag zunächst um 5,5 % einbrach, drehte sie am Ende mit einem Plus von rund 4 % ins Positive. Investoren nutzen die Schwächephase als Kaufgelegenheit – denn ungeachtet möglicher Friedensverhandlungen dürfte die Nachfrage nach Rüstungsgütern hoch bleiben, insbesondere wenn die USA ihre militärische Unterstützung reduzieren.

Der positive Trend setzte sich am Freitag fort: Rheinmetall knackte erstmals die 800-Euro-Marke und stieg bis auf 832 Euro – ein Plus von rund 10 %. Analysten erhöhten daraufhin ihre Kursziele: Die britische Großbank HSBC setzte ihr Ziel von 700 auf 1.000 Euro hoch. Analyst Dario Dickmann sieht klare Signale für steigende EU-Verteidigungsausgaben, getrieben durch das NATO-Investitionsziel und den Druck der USA.

Auch die Bank of America (BofA) reagierte und hob das Kursziel für Rheinmetall von 762 auf 900 Euro an. Analyst Benjamin Heelan betont, dass der europäische Verteidigungssektor lange unterinvestiert war und durch den steigenden US-Druck aufgerüstet werden müsse.

Hensoldt und Renk mit starkem Aufwärtstrend

Neben Rheinmetall konnten auch andere Rüstungswerte stark zulegen. Der Elektronikspezialist Hensoldt führte mit einem Plus von 15 % den MDax an und erreichte mit 41,92 Euro den höchsten Stand seit April 2024. Der Grund: Eine Vertragserweiterung über 350 Millionen Euro für das Eurofighter-Radar sorgte für zusätzlichen Kursauftrieb.

Auch der Panzergetriebe-Hersteller Renk profitierte mit einem Plus von 2,3 % und kletterte auf 25,55 Euro – ein neues Hoch seit September. Europas Rüstungsriesen blieben ebenfalls gefragt: Thales (Frankreich) gewann 2 %, Leonardo (Italien) über 4 %. Einzig BAE Systems (Großbritannien) notierte schwächer.

Neue Kampfdrohnen für die Ukraine – Helsing baut Produktion aus

Das deutsche Verteidigungsunternehmen Helsing kündigte die Produktion von 6.000 weiteren HX-2-Kampfdrohnen für die Ukraine an. Diese folgen auf eine bereits abgeschlossene Lieferung von 4.000 Einheiten. Die HX-2 hat eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern und nutzt künstliche Intelligenz zur Abwehr elektronischer Störmaßnahmen.

Zudem gab Helsing bekannt, in Süddeutschland die erste „Resilience Factory“ zur lokalen Drohnenfertigung in Betrieb genommen zu haben. Weitere Produktionsstätten in Europa sollen folgen, um im Ernstfall Zehntausende Einheiten pro Monat zu liefern.

Rheinmetall mit beeindruckendem Comeback

Nach einem Rücksetzer auf 676 Euro am Mittwoch erholte sich Rheinmetall schnell und schloss am Donnerstag bereits bei 757 Euro. Zum Wochenschluss bleibt die Aktie stark – das Allzeithoch von 774,80 Euro ist wieder in Reichweite. Trotz Friedensgesprächen zwischen Trump, Putin und Selenskyj bleibt die Nachfrage nach Verteidigungsgütern hoch. Anleger setzen weiterhin auf langfristiges Wachstum.

Bn-Redaktion/ts
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