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SpaceX-Traum bekommt Risse

Aktie stürzt zweistellig ab 15.10.2026, 18:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SpaceX-Traum bekommt Risse: Aktie stürzt zweistellig ab
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Rocket Lab Corporation 47,60 EUR -10,53 % Quotrix Düsseldorf
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Neutron kommt erst 2027

Rocket Lab bestätigte am Mittwochabend offiziell, dass der erste Start von Neutron nun erst 2027 erwartet wird. Zuvor hatte das Unternehmen noch das vierte Quartal 2026 als Ziel ausgegeben, zuletzt allerdings bereits vorsichtiger formuliert und lediglich einen Transport der Rakete zur Startrampe im vierten Quartal in Aussicht gestellt. Damit verschiebt sich ein zentraler Meilenstein erneut.

Aktie gerät massiv unter Druck

Die Reaktion der Börse fällt entsprechend deutlich aus. Bereits am Mittwoch hatte Rocket Lab 7,85 Prozent verloren, nachbörslich ging es nach Bekanntgabe der Verschiebung nochmals kräftig bergab. Am Donnerstag setzte sich der Ausverkauf fort: An der Nasdaq lag die Aktie zeitweise mehr als 13 Prozent im Minus, auf Tradegate zeitweise gut zehn Prozent.

SpaceX-Konkurrent braucht Neutron

Die Bedeutung von Neutron reicht weit über einen einzelnen Raketenstart hinaus. Das wiederverwendbare Medium-Lift-System soll Rocket Lab Zugang zu größeren kommerziellen Satellitenmissionen sowie Aufträgen von US-Regierungs- und Verteidigungskunden eröffnen. Damit soll das Unternehmen stärker in jenes Marktsegment vorstoßen, das bislang von SpaceX und dessen Falcon 9 dominiert wird. Jeder weitere Zeitverlust verzögert entsprechend diese Expansion.

Technische Probleme bremsen

Hinter dem neuen Zeitplan stehen offenbar Herausforderungen bei Bauteilen der ersten Raketenstufe. Berichten zufolge wurden bei Verbundwerkstoff-Komponenten der Treibstofftanks problematische Hohlräume festgestellt. Rocket Lab hat den Herstellungsprozess angepasst und bereits ein neues Bauteil produziert, doch weitere Fertigungsschritte und Tests stehen noch aus. Zu Jahresbeginn hatte zudem bereits ein Triebwerksproblem den Zeitplan belastet.

Jetzt zählt jeder Fortschritt

Für Rocket Lab ist die Neutron-Verzögerung deshalb mehr als nur ein kurzfristiger Rückschlag. Das etablierte Electron-Geschäft läuft weiter, zuletzt sicherte sich das Unternehmen etwa einen mehrjährigen Vertrag über 20 Starts für den japanischen Satellitenbetreiber Synspective. Doch ein erheblicher Teil der Bewertung hängt an der Erwartung, dass Rocket Lab langfristig in größere und lukrativere Missionen vorstößt. Bis Neutron tatsächlich abhebt, dürfte jede neue technische Meldung entsprechend starke Kursbewegungen auslösen.

Die Community reagiert insgesamt gereizt und uneins auf den Kursrückgang. Ein Teil sieht den Abverkauf weniger als unternehmensspezifisches Problem, sondern vor allem als Folge der allgemeinen Schwäche bei Technologieaktien. Entsprechend wird darauf hingewiesen, dass die aktuellen Kursverluste fundamental nur begrenzt mit Rocket Lab selbst zu tun hätten.

Bn-Redaktion/hm
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