Anzeige
+++Analysten prognostizierten 13,5 Millionen C$ Umsatz.: Das Unternehmen meldete 20,5 Millionen C$.+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
KI-Ausverkauf

Nvidia rutscht trotz TSMC-Rekord weiter ab 15.10.2026, 17:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
NVIDIA 193,43 EUR -2,52 % L&S Exchange
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

Selbst ein Rekordgewinn beim Auftragsfertiger TSMC konnte Nvidia am Donnerstag nicht stützen. Die Aktie des KI-Chipkonzerns verliert aktuell rund 2,4 Prozent auf 193,88 Euro, im Tagestief waren es nur noch 189,76 Euro. Binnen einer Woche summiert sich das Minus damit auf rund 8,6 Prozent – unter Aktionären macht sich spürbare Ernüchterung breit.

TSMC verdient fast 70 Prozent mehr – ohne Wirkung

Dabei lieferte die Branche zuletzt starke Zahlen. Der taiwanische Chipfertiger TSMC, der auch die KI-Prozessoren von Nvidia produziert, steigerte seinen Nettogewinn im dritten Quartal um knapp 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf einen Rekordwert. Auch der Chipausrüster ASML meldete einen Rekordumsatz von 11,7 Milliarden Euro und sieht die Nachfrage noch mindestens bis 2028 über dem Angebot. An der Börse half das wenig: TSMC-Papiere gaben in New York zeitweise rund 4 Prozent nach, ASML notiert aktuell 1,3 Prozent im Minus bei 1.463,80 Euro.

Aus Anlegersicht liegt genau hier der wunde Punkt. Mehrere Aktionäre beobachten, dass gute Nachrichten derzeit verpuffen oder sogar für Verkäufe genutzt werden – und werten das als Zeichen dafür, wie dünn das Nervenkostüm des Marktes geworden ist.

Trotzdem treten da Verkettungen los und der Markt ist super angespannt um KI und reagiert auf alles

Der Befund dahinter: Nicht schwache Geschäfte drücken den Kurs, sondern die Stimmung. Entsprechend frustriert fällt der Blick auf das Depot aus, nachdem sich die Verluste in nur wenigen Handelstagen aufgetürmt haben.

Zinsangst trifft schuldenfinanzierte KI-Projekte

Den Ausschlag gibt der Kapitalmarkt. Überraschend hohe US-Inflationsdaten haben die Sorge genährt, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen so bald nicht senken könnte. Steigende Finanzierungskosten stellen wiederum die mit hohen Schulden finanzierten Milliardeninvestitionen in KI-Rechenzentren infrage. Besonders deutlich zeigt sich das beim hoch verschuldeten KI-Cloud-Anbieter Coreweave, an dem Nvidia beteiligt ist: Dessen Aktie war am Mittwoch um mehr als 15 Prozent eingebrochen und gab am Donnerstag weiter nach.

Im Sog stehen auch andere Chipwerte. AMD verliert rund 4,5 Prozent auf 488,95 Euro, Broadcom knapp 1,9 Prozent auf 304,60 Euro. Der Nasdaq 100 notiert rund 0,6 Prozent tiefer bei knapp 29.800 Punkten, nachdem er bereits am Mittwoch erstmals seit fast vier Wochen unter die Marke von 30.000 Zählern gefallen war. Der Dow Jones legt dagegen um 1,1 Prozent zu. Am US-Anleihemarkt fielen die Renditen zuletzt sogar, weil Kapital aus Technologieaktien in Staatsanleihen als sicheren Hafen floss.

Unter Anlegern wird der Zinszusammenhang noch weitergedacht: Ein Ende des Iran-Konflikts könnte den Ölpreis drücken, die Inflation entspannen und der Fed Spielraum für Zinssenkungen verschaffen, lautet eine Argumentationskette. Solange die Zinsangst im Raum stehe und die Berichtssaison der großen US-Tech-Konzerne keine klare Entwarnung liefere, könne der Druck auf die Kurse anhalten. Mit Skepsis wird zudem auf die US-Zwischenwahlen geblickt – dass danach Ruhe einkehrt, wird eher bezweifelt. Der Ton bleibt angespannt.

Hardware-Bedarf bleibt das Gegenargument

Am KI-Boom selbst lassen die Zahlen der Zulieferer bislang wenig Zweifel. TSMC rechnet für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar, nach 46,7 Milliarden Dollar im dritten Quartal. Auf Aktionärsseite wird genau dieser Punkt betont: Der Bedarf an Hardware werde nicht geringer, derzeit handle es sich eher um eine Verschiebung. Die Kursreaktion sage zudem wenig über die künftige Entwicklung aus, das KI-Zeitalter habe gerade erst begonnen – solche Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar.

Auf Jahressicht liegt die Nvidia-Aktie trotz der jüngsten Verluste noch rund 25 Prozent im Plus, vom Jahreshoch bei 214,58 Euro trennen sie inzwischen aber knapp 10 Prozent. Die Anleger-Stimmung pendelt damit zwischen Frust über das kräftige Wochenminus und Vertrauen in die langfristige Nachfrage. Ob die anstehenden Quartalszahlen der großen US-Tech-Konzerne die Zinssorgen überlagern können, dürfte über die weitere Richtung mitentscheiden.

Bn-Redaktion/sb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,03
Hebel: 21,04
mit starkem Hebel
Ask: 2,98
Hebel: 6,72
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MR9WGM MN8PT9. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

18:22 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

15:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:20 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:51 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:43 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:34 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

13:29 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer