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Spotify glänzt beim Gewinn

Aktie fällt trotzdem 04.08.2026, 15:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Spotify
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Name Aktuell Diff. Börse
Spotify Technology 420,50 EUR -0,65 % Baader Bank

Spotify wächst stark

Spotify hat im zweiten Quartal 2026 bei Abonnenten, Umsatz und Ergebnis deutliche Fortschritte erzielt. Dennoch fällt die Reaktion der Anleger verhalten aus. Ausschlaggebend ist vor allem der Ausblick auf das laufende dritte Quartal, der bei wichtigen Kennzahlen hinter den Erwartungen des Marktes zurückbleibt. Die Spotify-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel zeitweise gut 1 Prozent.

Für das dritte Quartal rechnet der Streamingdienst mit insgesamt 788 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Analysten hatten im Vorfeld mit einem höheren Wert gerechnet. Auch die Prognose für den operativen Gewinn blieb unter den Schätzungen. Spotify erwartet hier 670 Millionen Euro.

Die operative Prognose basiert auf einem erwarteten Umsatzanstieg auf 5 Milliarden Euro. Dabei dürften nach Unternehmensangaben auch Währungseffekte eine Rolle spielen. Für Anleger ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Das Geschäft wächst weiter, doch das für die kommenden Monate angekündigte Tempo reicht nicht aus, um die hohen Markterwartungen vollständig zu erfüllen.

Nutzerwachstum verfehlt die eigenen Ziele knapp

Bereits im abgelaufenen zweiten Quartal verlief die Entwicklung nicht in allen Bereichen wie erhofft. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg im Jahresvergleich zwar um 12 Prozent auf 777 Millionen. Damit baute Spotify seine globale Reichweite erneut deutlich aus.

Der Wert blieb allerdings leicht unter den selbst gesetzten Zielen des Unternehmens und zugleich hinter den Prognosen der Analysten zurück. Gerade die Entwicklung der gesamten Nutzerbasis steht bei Spotify stark im Fokus, weil sie Rückschlüsse auf die Reichweite des werbefinanzierten Angebots und das künftige Potenzial für neue Premium-Abonnenten zulässt.

Deutlich besser entwickelte sich dagegen die Zahl der zahlenden Kunden. Spotify erreichte im zweiten Quartal 300 Millionen Premium-Abonnenten und übertraf damit die Markterwartungen. Das kostenpflichtige Abo-Geschäft ist für den Streamingdienst besonders wichtig, da es den größten Teil der Erlöse beisteuert und besser planbare Einnahmen ermöglicht.

Umsatz steigt zweistellig, bleibt aber unter den Erwartungen

Der Quartalsumsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Euro. Damit setzte Spotify sein zweistelliges Wachstum fort. Trotz des deutlichen Anstiegs hatten Analysten allerdings mit noch höheren Erlösen gerechnet.

Die Zahlen zeigen, dass die wachsende Nutzer- und Abonnentenbasis weiterhin für steigende Einnahmen sorgt. Gleichzeitig reichen die Zuwächse derzeit nicht in jedem Bereich aus, um die Erwartungen des Kapitalmarkts zu übertreffen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der bereits hohen Bewertungserwartungen an Unternehmen mit stark skalierbaren digitalen Geschäftsmodellen.

Während Umsatz und Gesamtnutzerzahl etwas schwächer als erhofft ausfielen, entwickelte sich die operative Profitabilität deutlich besser. Der operative Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast zwei Drittel auf 655 Millionen Euro. Damit übertraf Spotify die Erwartungen der Analysten.

Spotify schafft die Wende beim Nettogewinn

Auch unter dem Strich machte der Streamingdienst einen deutlichen Sprung. Spotify erzielte im zweiten Quartal einen Nettogewinn von gut einer halben Milliarde Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 86 Millionen Euro ausgewiesen.

Der Wechsel von roten zu deutlich schwarzen Zahlen unterstreicht die verbesserte Ertragslage des Konzerns. Neben dem Umsatzwachstum dürften eine höhere Kostendisziplin und operative Skaleneffekte zur Ergebnisentwicklung beigetragen haben. Je größer die Plattform wird, desto stärker können sich zusätzliche Einnahmen auf den Gewinn auswirken, sofern die Kosten nicht im gleichen Tempo steigen.

Die aktuellen Zahlen liefern damit zwei unterschiedliche Signale. Einerseits wächst Spotify weiter zweistellig, erhöht die Zahl der zahlenden Abonnenten auf 300 Millionen und erzielt einen kräftigen Gewinn. Andererseits blieben die monatliche Nutzerzahl und der Umsatz im zweiten Quartal leicht hinter den Erwartungen zurück. Zusätzlich enttäuschte der Ausblick auf das dritte Quartal bei der erwarteten Nutzerzahl und beim operativen Ergebnis.

Bn-Redaktion/aw
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