ThyssenKrupp

Der Druck steigt weiter! 20.08.2024, 12:22 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Hochofen Stahl
© Bild von Andreas Poznanski auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
ThyssenKrupp 10,42 EUR -0,67 % Lang & Schwarz

Spannungen bei Thyssenkrupp: Eskaliert der Machtkampf um die Stahlsparte?

Nasikkol fordert zur Mäßigung auf

Im anhaltenden Streit um die Neuaufstellung der Thyssenkrupp-Stahlsparte hat Stahl-Betriebsratschef Tekin Nasikkol den Konzernchef Miguel López dazu aufgerufen, die Debatte zu versachlichen. "Herr López muss sofort damit aufhören, den Stahlvorstand öffentlich zu beschädigen und weiter Druck auszuüben," erklärte Nasikkol. Laut ihm liegt die Kompetenz für den Stahlbereich in Duisburg, nicht in Essen, und der Stahlvorstand sei sich seiner Verantwortung bewusst.

Konzernspitze unter Druck

Mit rund 27.000 Beschäftigten ist die Thyssenkrupp-Stahlsparte ein Schwergewicht der deutschen Industrie. Der Bereich leidet jedoch unter der schwachen Konjunktur und Billigimporten. Eine geplante Verselbstständigung soll die Sparte auf eigene finanzielle Beine stellen, was auch einen Stellenabbau in Duisburg mit sich bringen könnte. Die Finanzierung dieser Maßnahme ist heftig umstritten. Der Stahl-Vorstand unter Bernhard Osburg hatte dem Aufsichtsrat kürzlich Pläne zur Neuaufstellung präsentiert, doch diese wurden von López mit scharfer Kritik bedacht.

Interne Spannungen: Ist der Konflikt persönlich?

Während López auf einen soliden und langfristig tragfähigen Businessplan drängt, steht Nasikkol fest hinter dem Stahlvorstand. Er sieht in den Äußerungen von López Anzeichen eines persönlichen Konflikts mit Osburg, der nur einseitig geführt werde und das Unternehmen spalten könnte. Ein Konzernsprecher wies dies jedoch entschieden zurück und betonte, dass es sich ausschließlich um sachliche Differenzen handele.

Finanzvorstand Schulte fordert tragfähigen Businessplan

Jens Schulte, seit Juni Finanzvorstand bei Thyssenkrupp, unterstützt die Forderung nach einem finanzierbaren Businessplan. Er betonte, dass keine Sparte dauerhaft durch andere Geschäftsbereiche quersubventioniert werden könne. Das Unternehmen müsse in der Lage sein, die notwendigen Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen, was momentan jedoch noch nicht der Fall sei.

Aktienkurs unter Druck: Droht eine Trendwende?

Die Unsicherheit um die Zukunft von Thyssenkrupp spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Nach einer Serie von Verlusten fragen sich Anleger, ob nun eine Bodenbildung bevorsteht. Charttechniker sehen einen möglichen Aufwärtstrend, sollten bestimmte Widerstände überwunden werden. Doch Analysten sind skeptisch: Die Kursziele wurden kürzlich von mehreren Instituten deutlich gesenkt.

China warnt vor Stahlkrise: Globale Auswirkungen zu spüren

Zusätzlich belastet eine Warnung des weltgrößten Stahlerzeugers, der China Baowu Steel Group, die Märkte. Das Unternehmen prognostiziert eine schwere Stahlkrise, vergleichbar mit den Krisen von 2008 und 2015. Diese düstere Aussicht hat bereits zu sinkenden Eisenerzpreisen geführt, was sich weltweit negativ auf die Stahlindustrie auswirken könnte. Auch Thyssenkrupp bekam die Auswirkungen zu spüren, die Aktie verlor nach schlechten Quartalszahlen am Mittwoch rund 5 Prozent an Wert.

Fazit: Rezessionsgefahr real

Die Warnungen vor einer globalen Stahlkrise und die anhaltende Schwäche im Bausektor, insbesondere in China, verdeutlichen die realen Risiken für die Weltwirtschaft. Die Gefahr einer Rezession bleibt präsent, was für Anleger und den Aktienmarkt weitreichende Konsequenzen haben könnte.

Bn-Redaktion/ts
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,03
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UQ23VB. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 21:02 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:34 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:50 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:53 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:48 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer