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Druck auf die Stahlbranche 10.02.2025, 10:26 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Trump setzt auf Handelskrieg: 25 % Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte

US-Präsident eskaliert Zollstreit – Weltwirtschaft droht neue Turbulenzen

US-Präsident Donald Trump plant neue massive Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Wie er am Sonntag auf Air Force One erklärte, sollen sämtliche Einfuhren dieser Metalle mit einem Aufschlag von 25 % belegt werden – unabhängig vom Herkunftsland. Betroffen wären somit auch wichtige Handelspartner wie Kanada, Mexiko und die EU. Konkrete Details zum Inkrafttreten der Maßnahme ließ Trump allerdings offen.

Märkte reagieren verhalten – Stahlpreise unter Druck

Nach der Ankündigung blieben die Marktreaktionen zunächst moderat. Der Bloomberg Dollar Spot Index legte leicht um 0,2 % zu, während Aluminium-Futures stiegen und die Eisenerzpreise in Singapur um etwa 1 % zulegten. Aktien von Stahlherstellern zeigten hingegen Schwäche: ArcelorMittal verlor 1,7 %.

„Diese Runde der 25-%-Zölle auf Stahl belastet die Marktstimmung erheblich. Es wird zwei bis drei Tage dauern, bis die Preise dies vollständig reflektieren“, kommentierte Mengtian Jiang, Analyst bei Horizon Insights.

EU droht mit Gegenmaßnahmen

Die Europäische Union reagierte zurückhaltend, machte aber klar, dass sie im Fall einer Umsetzung reagieren werde. Bereits 2018 hatte Brüssel auf Trumps damalige Zölle mit Vergeltungsmaßnahmen geantwortet, darunter Strafzölle auf US-Produkte wie Harley-Davidson-Motorräder und Levi’s-Jeans. Ein neuer Handelskonflikt mit der EU könnte sich nun zuspitzen.

„Die Einführung dieser Zölle wäre rechtswidrig und wirtschaftlich kontraproduktiv“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Sollte die EU beschließen, die derzeit ausgesetzten Strafzölle auf US-Produkte wieder zu aktivieren, könne dies schnell geschehen, erklärte ein EU-Beamter.

Asien reagiert mit Marktverschiebungen

Auch asiatische Länder sind betroffen. Südkorea, ein bedeutender Stahl- und Aluminiumlieferant für die USA, hat bereits begonnen, seine Exporte in andere Märkte umzuleiten. Die südkoreanische Regierung erklärte, man werde die Entwicklung genau beobachten.

China hatte erst vergangene Woche Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Importe im Wert von 14 Milliarden Dollar angekündigt. „Protektionismus führt nirgendwohin, und Handelskriege haben keine Gewinner“, betonte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun.

US-Stahlindustrie vor Herausforderungen

Die geplanten Zölle kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für die US-Stahlbranche. Während Trump damit heimische Produzenten schützen will, könnte die Maßnahme kurzfristig zu Verwerfungen führen. Viele US-Stahlwerke laufen derzeit nicht unter voller Auslastung, da hohe Produktionskosten die Wettbewerbsfähigkeit einschränken.

Gleichzeitig steht der japanische Stahlkonzern Nippon Steel unter Druck: Die geplante Übernahme von US Steel für 14,1 Milliarden Dollar wurde von der Biden-Regierung blockiert – und auch Trump äußerte seinen Widerstand. „Ich will nicht, dass US Steel einem ausländischen Konzern gehört“, erklärte der Ex-Präsident. Statt einer Übernahme könne Nippon Steel jedoch in das Unternehmen investieren, so Trump.

Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob Trump seine Drohungen wahr macht oder – wie in der Vergangenheit – doch noch einen Rückzieher vollzieht. Die weltweiten Handelsbeziehungen stehen jedenfalls vor einer neuen Belastungsprobe.

Bn-Redaktion/ts
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