Trump will Milliarden

Aber der Ölriese blockt! 12.01.2026, 10:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Industrie
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Chevron Corporation 139,62 EUR +0,11 % Baader Bank
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Ablehnung für Exxon – Lob für Chevron

Donald Trump macht Ernst mit seiner Venezuela-Strategie. Bei einem Treffen mit rund 20 Spitzenmanagern der US-Ölindustrie kündigte der frühere US-Präsident an, Exxon Mobil Corp. möglicherweise von künftigen Projekten in dem südamerikanischen Land auszuschließen. "Ich würde Exxon wahrscheinlich draußen lassen", erklärte Trump gegenüber Reportern auf dem Rückflug von seinem Anwesen in Florida. Die Reaktion des Konzerns auf seine Initiative habe ihm nicht gefallen – "sie spielen zu clever", so Trump.

Venezuela als Risiko: Exxon zögert

Auslöser der Kritik war insbesondere die Haltung von Exxon-CEO Darren Woods beim Treffen im Weißen Haus. Woods bezeichnete Venezuela angesichts der aktuellen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als „nicht investierbar“ – eine Position, die Exxon seit Jahren vertritt. Die Vergangenheit ist belastet: Exxons Vermögenswerte wurden in Venezuela bereits zweimal enteignet, zuletzt unter Präsident Hugo Chávez. „Alle kommerziellen und rechtlichen Voraussetzungen müssen erst geschaffen werden, um überhaupt entscheiden zu können, wie sich ein Investment über Jahrzehnte auszahlt“, sagte Woods. Gleichwohl signalisierte er eine gewisse Gesprächsbereitschaft: Exxon sei bereit, "ein Team vor Ort zu schicken", sollte es eine Einladung der Regierung und Sicherheitsgarantien geben.

Chevron will Output um 50 Prozent steigern

Ganz anders äußerte sich Chevron. Der einzige verbliebene große US-Konzern mit aktiven Projekten in Venezuela kündigte an, seine Förderung von derzeit etwa 240.000 Barrel pro Tag in den nächsten 18 bis 24 Monaten um rund 50 % erhöhen zu wollen. "Wir sind bereit", sagte Mark Nelson, Vizechef von Chevron. Auch andere internationale Player wie Repsol aus Spanien gaben sich optimistisch. Repsol-CEO Josu Jon Imaz San Miguel betonte, sein Unternehmen sei "heute bereit, mehr in Venezuela zu investieren", sobald ein tragfähiger rechtlicher Rahmen vorhanden sei.

100 Milliarden Dollar für ein marodes System

Trumps Plan zur Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie ist ambitioniert: Bis zu 100 Milliarden US-Dollar sollen US-Konzerne in den nächsten zehn Jahren investieren – ohne finanzielle Hilfe aus Washington. Die Trump-Regierung hatte nach dem Sturz von Nicolás Maduro die Kontrolle über Venezuelas Öl-Exporte übernommen und verspricht Investoren "vollständige Sicherheit". Konkrete Garantien blieb Trump jedoch schuldig. "Es wird kein Problem geben. Und es wird sicher sein", sagte er lediglich.

Spannungen zwischen Risiko und Rendite

Die Branche reagiert gespalten: Während einige Unternehmen wie Armstrong Oil & Gas das Land als „reife Gelegenheit“ feiern, bleibt der Grundtenor vorsichtig. Continental Resources-CEO Harold Hamm sprach zwar von „Aufregung“, wollte sich jedoch nicht auf persönliche Investitionspläne festlegen. ConocoPhillips-Chef Ryan Lance erinnerte an einen Verlust von 12 Milliarden US-Dollar durch frühere Enteignungen. Trumps trockene Antwort: „Guter Abschreiber.“

Geopolitik, Ölpreise und politische Risiken

Trump begründet den Vorstoß geopolitisch: China oder Russland hätten sonst die Kontrolle über Venezuelas Reserven übernommen – die größten nachgewiesenen der Welt. Doch die Aussicht auf eine Flut venezolanischen Öls bereitet besonders kleineren US-Firmen Sorge, da sinkende Preise bestehende Projekte unrentabel machen könnten. Am Freitag lag der WTI-Ölpreis bei rund 59 US-Dollar pro Barrel. Trumps Versprechen: Die Unternehmen sollen "Hunderte Milliarden Dollar investieren – aber nicht mit dem Geld der Regierung".

Bn-Redaktion/ts
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