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TSMC und ASML vor Zahlen

Hält der KI Boom sein Versprechen? 11.07.2026, 16:04 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Chipherstellung
© iStock.com/PhonlamaiPhoto | Symbolbild/Archive
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
ASML Holding 1.577,80 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Taiwan Semiconductor Manufacturing 380,75 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

ASML legt beim Jahresziel nach

ASML hatte nach einem starken ersten Quartal seine Umsatzprognose für 2026 angehoben. Der niederländische Chipausrüster erwartet nun Erlöse zwischen 36 Milliarden Euro und 40 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 34 Milliarden Euro bis 39 Milliarden Euro gelegen. Die Bruttomarge soll weiterhin zwischen 51 Prozent und 53 Prozent erreichen. Entscheidend wird, ob ASML diese Prognose angesichts der anhaltenden Investitionen in KI Rechenzentren bestätigen kann.

Milliardenumsatz mit modernster Technik

Im ersten Quartal erzielte ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 53,0 Prozent. Für das zweite Quartal stellte das Unternehmen Erlöse zwischen 8,4 Milliarden Euro und 9,0 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge zwischen 51 Prozent und 52 Prozent in Aussicht. Besonders im Fokus stehen die Bestellungen für EUV Anlagen, die bei der Fertigung besonders leistungsfähiger Chips eingesetzt werden.

TSMC erwartet weiteres Wachstum

TSMC veröffentlicht seine Zahlen für das zweite Quartal am 16. Juli 2026. Der Auftragsfertiger erwartet einen Umsatz zwischen umgerechnet rund 34,1 Milliarden Euro und 35,2 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent. Im ersten Quartal hatte TSMC Erlöse von umgerechnet etwa 31,4 Milliarden Euro erreicht. Grundlage der Umrechnung ist der Euro Referenzkurs vom 10. Juli 2026.

Nvidia und Apple warten auf Signale

Die Entwicklung bei TSMC besitzt eine hohe Bedeutung für den gesamten Technologiesektor. Das Unternehmen fertigt Chips für zahlreiche große Kunden und profitiert besonders von der Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren für künstliche Intelligenz. Im ersten Quartal kamen 76 Prozent des Umsatzes von Kunden aus Nordamerika. Die Zahlen können daher Hinweise auf die Nachfrage bei Nvidia, Apple und weiteren Chipentwicklern liefern.

Hohe Erwartungen erhöhen das Risiko

Starke Ergebnisse allein könnten für weitere Kursgewinne nicht ausreichen. Anleger dürften vor allem auf neue Bestellungen, Margen und die Prognosen für die kommenden Quartale achten. Enttäuschungen bei ASML könnten Zweifel an den Investitionsplänen der Chiphersteller auslösen. Schwächere Signale von TSMC würden dagegen die Frage aufwerfen, ob die Erwartungen an den KI Boom den tatsächlichen Bedarf bereits zu weit vorweggenommen haben.

Bn-Redaktion/tb
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