Anzeige
+++Europa braucht dringend Erdgas: Dieses Unternehmen steht kurz davor, ein potenzielles 1,1-TCF-Gasprojekt zu erschließen Dieses Unternehmen steht kurz davor, ein potenzielles 1,1-TCF-Gasprojekt zu erschließen+++
Volkswagen

2.000 Jobs in Osnabrück unter Druck 17.06.2026, 16:24 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Auto Herstellung
© Symbolbild von carlos aranda auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 86,82 EUR -1,78 % Quotrix Düsseldorf

Vier-Tage-Woche zeigt die neue Realität im Werk Osnabrück

Bei Volkswagen spitzt sich die Lage am Standort Osnabrück weiter zu. Der Konzern fährt die Produktion zurück und verlängert zunächst den Werksurlaub im August um eine zusätzliche Woche. Im Anschluss soll im Werk nur noch an vier Tagen pro Woche produziert werden. Betroffen ist ein Standort, dessen Perspektive nach 2027 ohnehin offen ist und an dem rund 2.000 Beschäftigte arbeiten.

Volkswagen begründet die Maßnahme mit der typischen saisonalen Entwicklung beim T-Roc Cabrio. Das Modell ist das einzige Fahrzeug, das derzeit noch in Osnabrück gefertigt wird. Nach Angaben des Unternehmens wird ein Cabriolet vor allem im Frühjahr und Sommer bestellt. In der zweiten Jahreshälfte lasse die Nachfrage üblicherweise nach, weshalb die Produktion entsprechend angepasst werde.

Der Betriebsrat bewertet die Situation deutlich kritischer. Die bisherige Planung, nach der das Produktionsvolumen bis September 2027 reichen sollte, sei aus seiner Sicht nicht mehr belastbar. Ein Sprecher des Konzernbetriebsrats brachte die Sorge der Arbeitnehmerseite auf den Punkt: „Die Arbeit geht absehbar zur Neige.“ Damit rückt die Frage nach der Zukunft des Standorts noch stärker in den Mittelpunkt.

Nach 2027 droht der Bruch: VW sucht neue Nutzung für das Gelände

Die Pkw-Produktion in Osnabrück steht bereits länger unter Druck. Ab 2027 läuft sie aus. Porsche-Modelle, die zuvor noch am Standort gebaut wurden, sind dort bereits Ende 2025 eingestellt worden. Danach bleibt nur noch das T-Roc Cabrio, dessen Fertigung ebenfalls auslaufen soll.

Für Volkswagen geht es damit um mehr als eine kurzfristige Produktionspause. Das Unternehmen muss klären, wie das Werk nach dem Ende der bisherigen Fahrzeugfertigung genutzt werden kann. Eine Option, über die derzeit gesprochen wird, ist eine Nachnutzung des Geländes durch Unternehmen aus der Rüstungsbranche. VW führt hierzu Verhandlungen mit Rüstungsunternehmen. Eine Entscheidung soll bis Ende 2026 fallen.

Für die Beschäftigten bedeutet diese Übergangsphase erhebliche Unsicherheit. Die Kombination aus reduziertem Produktionsrhythmus, auslaufendem Modellprogramm und noch fehlender Anschlusslösung macht Osnabrück zu einem der sensibelsten Standorte im Konzernverbund.

Hauptversammlung im Fokus: 2,6 Milliarden Euro Dividende trotz Gewinneinbruch

Während in Osnabrück um Beschäftigung und Perspektiven gerungen wird, steht Volkswagen auch auf Aktionärsseite unter Druck. Vor der virtuellen Hauptversammlung am Donnerstag kritisieren der BUND und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre die vorgeschlagene Dividende.

VW will für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 5,26 Euro je Vorzugsaktie ausschütten. Zwar liegt dieser Betrag unter dem Vorjahresniveau, doch die Kritiker halten die Kürzung angesichts der Geschäftsentwicklung für nicht ausreichend. Der Gewinn brach 2025 um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro ein. Insgesamt würden dennoch rund 2,6 Milliarden Euro an die Anteilseigner fließen.

BUND und Kritische Aktionärinnen und Aktionäre sehen dieses Geld an anderer Stelle besser eingesetzt. Aus ihrer Sicht sollte Volkswagen stärker in die europäische E-Auto-Produktion investieren, statt Milliarden an die Aktionäre auszuschütten. Die Abstimmung über die Dividende findet auf der virtuellen Hauptversammlung statt. Dort wird sich zeigen, ob die Kritik der Verbände spürbaren Einfluss auf das Stimmverhalten der Aktionäre hat.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

16:36 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

16:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

14:06 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

8:00 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer