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Volkswagen im Krisenmodus

Droht der Traditionsaktie jetzt der unaufhaltsame Absturz? 29.06.2026, 11:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild VW
© Foto von Cesar Salazar auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 71,76 EUR -3,47 % Quotrix Düsseldorf

Schockwellen durch drohenden Job-Kahlschlag und Werkschließungen
Die Dimensionen der Pläne übertreffen bisherige Sparmaßnahmen bei Weitem: Im Raum steht der weltweite Wegfall von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen. Besonders brisant ist die Situation in Deutschland, wo sogar Schließungen etablierter Standorte wie Hannover, Zwickau oder Emden intern diskutiert werden. Hohe Fixkosten, ein lahmendes China-Geschäft und der massive Druck durch aggressive chinesische Elektro-Konkurrenten wie BYD zwingen den Konzern zu diesem drastischen Befreiungsschlag.

Aus für die Bosch-Allianz vertieft das Software-Desaster
Für zusätzlichen Gegenwind sorgt das plötzliche Ende der strategischen Partnerschaft mit Bosch beim autonomen Fahren. Da die technologischen Fortschritte trotz eines Investments von 1,5 Milliarden Euro nicht wettbewerbsfähig sind, zieht VW nun die Notbremse. Bis 2031 will der Konzern fast eine Milliarde Euro einsparen und künftig fertige Software-Systeme am Markt zukaufen. Dieser abrupte Kurswechsel legt die technologischen Baustellen des Konzerns offen und belastet die Marktstimmung massiv.

Überraschender Erfolg auf dem Gebraucht-Elektromarkt
Inmitten der Hiobsbotschaften sorgt eine aktuelle Auswertung für einen unerwarteten Lichtblick im operativen Geschäft. Laut Daten der Suchmaschine AutoUncle hat die Volkswagen-Gruppe ihren Anteil am deutschen Gebraucht-Elektromarkt nahezu verdoppelt und erreicht dort nun eine dominante Quote von 37,9 Prozent. Konzernmodelle wie der VW ID.3 und der Skoda Enyaq besetzen die Spitzenplätze bei den Weiterverkäufen, was zeigt, dass die Produktpalette beim Endverbraucher im Zweitmarkt eine hohe Akzeptanz genießt.

Angeschlagene Charttechnik mahnt zur Vorsicht
Aus Sicht der Markttechnik hat der Sturz auf das neue Tief bei 72,28 Euro das ohnehin stark beschädigte Bild der Vorzugsaktie weiter verschlechtert. Der Titel befindet sich in einem intakten Abwärtstrend und notiert deutlich unter seiner wichtigen 200-Tage-Linie. Die extrem günstige fundamentale Bewertung steht im direkten Kontrast zu den enormen operativen Risiken. Solange der Konzern die verkrusteten Strukturen nicht erfolgreich aufbricht und die immensen Management-Baustellen löst, bleibt das Papier ein hochspekulatives Investment.

Bn-Redaktion/js
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