Zollschock bei Amazon

Warum die Anleger nervös werden 02.05.2025, 10:54 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Amazon schockt Anleger mit schwacher Gewinnprognose – Tarife und China-Risiken belasten das Geschäft

Prognose unter Erwartungen: Gewinneinbruch droht

Amazon hat Anleger mit seiner aktuellen Gewinnprognose enttäuscht: Der operative Gewinn im laufenden Quartal wird zwischen 13 und 17,5 Milliarden US-Dollar erwartet – weniger als die durchschnittliche Analystenschätzung von 17,8 Milliarden. Auch der prognostizierte Umsatz liegt mit 159 bis 164 Milliarden Dollar leicht unter den Erwartungen von 161,4 Milliarden.

Amazon selbst verweist auf eine Vielzahl möglicher Belastungsfaktoren, darunter explizit „Zoll- und Handelspolitik“, Wechselkursrisiken sowie „rezessive Tendenzen“. Bemerkenswert: Während diese Risiken in der Prognose für das erste Quartal im Februar noch nicht genannt wurden, sind sie nun fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation.

Erste Anzeichen einer Konsumzurückhaltung sichtbar

Im ersten Quartal konnte Amazon noch ein Umsatzwachstum von 9 % auf 155,7 Milliarden Dollar ausweisen – im Rahmen der Analystenerwartung von 155,2 Milliarden. Auch das operative Ergebnis übertraf mit 18,4 Milliarden Dollar die Prognose von 17,5 Milliarden. Dennoch zeigten sich bereits erste Bremsspuren: Der Umsatz mit Drittanbieter-Services stieg nur um 6 % auf 36,5 Milliarden Dollar und lag damit unter den Erwartungen. Die Werbeerlöse wuchsen um 18 % auf 13,9 Milliarden Dollar – zwar im Rahmen der Prognose, aber deutlich langsamer als in vorangegangenen Quartalen.

Sky Canaves, Analystin bei Emarketer, warnt: „Amazon Advertising bleibt anfällig für Ausgabenkürzungen vieler kleiner und mittelgroßer Händler, die von Zöllen auf chinesische Waren besonders betroffen sind.“

Konkurrenz schlägt zurück: Microsoft legt vor

Während Amazon mit einem Margenrückgang kämpft – die Bruttomarge stieg nur noch auf 50,5 %, der langsamste Zuwachs seit drei Jahren –, präsentierte Microsoft glänzende Zahlen: Dessen Cloud-Sparte Azure wuchs fast doppelt so schnell wie Amazons Web Services. Die AWS-Umsätze stiegen um 17 % auf 29,3 Milliarden Dollar, was zwar den Erwartungen entsprach, jedoch das schwächste Wachstum seit einem Jahr markiert.

Analyst Gil Luria (DA Davidson & Co.) kommentierte: „Investoren könnten enttäuscht über die Marge und die Prognose sein – insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob Amazon Zollkosten selbst auffängt.“

Handelsstreit als wachsendes Risiko

Die politischen Spannungen wirken sich zunehmend auf Amazons Geschäftsmodell aus. Der Aktienkurs des Unternehmens ist im bisherigen Jahresverlauf um rund 13 % gefallen – als Reaktion auf mögliche Auswirkungen der Trump-Zölle auf chinesische Importe. Für zusätzliche Unruhe sorgte ein Medienbericht, laut dem Amazon plane, künftig die Zollkosten auf seiner Billigplattform „Haul“ sichtbar auszuweisen. Das Unternehmen dementierte: Man prüfe zwar entsprechende Maßnahmen, konkrete Pläne zur Umsetzung gebe es nicht.

Finanzchef Brian Olsavsky erklärte: „Wir bereiten uns auf verschiedene Szenarien vor – sowohl was den Handel als auch die Wirtschaft betrifft. Unser Ziel bleibt, die Preise für Kunden niedrig zu halten, wirtschaftlich sinnvoll.“

Bn-Redaktion/ts
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